4. Die Herkunftsfamilie
Shownotes
Deutsche Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie e. V. https://dgsf.org/
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00:00:02: Herzlich willkommen bei Zwischenbrotdosen und Business.
00:00:06: Zwei Schwestern, zwei Familien – Alltag ohne Karriereglitzer!
00:00:10: Wir sind Lisa & Rike, zwei Schwesten mittendrin in ganz normalem Familienwahnsinn.
00:00:15: Bei uns gibt es ehrliche Einblicke in unseren Alltag zwischen Kita, Schule, Vorpobatit und Mental-Load.
00:00:21: Lisa bringt als systemische Familienberaterin ihr Fachwissen mit ein.
00:00:25: Ganz ohne erhobenen Zeigefinger.
00:00:28: Achtet gemütlich, schnappt ihr einen Kaffee.
00:00:30: Jetzt gibt's eine neue Folge.
00:00:33: Hallo Lisa, guten Morgen!
00:00:38: Guten Morgen.
00:00:38: ich freue mich so sehr dich zu hören und auch zu sehen weil diese Woche war es wirklich richtig still um uns beiden.
00:00:46: Ich glaube wir haben uns echt so wenig ausgetauscht zwischendurch wie schon lange nicht mehr Und ich bin gar nicht auf dem Laufenden was bei dir so los ist.
00:00:57: Ja ich glaub wir brauchten alle wie so ein bisschen Höhlenzeit gerade Und bin so ein bisschen in der Versenkung verschwunden.
00:01:04: Gestern habe ich recht lange mit Mama telefoniert, das war noch mal mein Connect zur Familie, das hat ganz gut getan und ansonsten waren wir glaube ich sehr damit beschäftigt wieder im Alltag anzukommen weil bei uns ist jetzt diese Woche mal wieder normales Set-up also Mama, Papa zwei Kinder
00:01:23: zu Hause
00:01:25: und schauen dass wir so in den Alltag reinkommen.
00:01:28: Unser Groß heißt ziemlich kaputt von der Klassenfahrt wiedergekommen.
00:01:32: Das hat ihn sehr gefordert, was ich auch verstehen kann.
00:01:36: Ich denke immer die Social-Batteries sind einfach sehr leer und auch da wieder die Klugheit unserer Kinder.
00:01:41: Er meinte dann so Mama, ich glaube ich wäre jetzt richtig gerne einfach mal krank.
00:01:47: Oh ja!
00:01:48: Das Gefühl kenne ich so gut habe ich auch noch letzte Tage mal gedacht.
00:01:53: Ja,
00:01:54: sich einfach im Bett verkrümeln können.
00:01:56: Geschichte hören und wirklich nix leisten müssen.
00:02:00: Versorgt werden, betüttelt werden... auch der Kleine!
00:02:04: Ja das haben wir dann auch am Wochenende versucht da am Sonntag den ganzen Tag auch wenn er jetzt auch irgendwie fünf Tage kein Tablet gehabt hat.
00:02:12: Dann haben wir recht Medienzeit freigegeben viel Geschichte gehört.
00:02:16: Er hat einfach in seinem Zimmer gechillt und ich war dann zwischendurch mit ihm alleine mal noch ein Eis essen.
00:02:21: Das war sehr schön.
00:02:24: Man versucht alle wieder anzukommen, genau und vielleicht noch einfach.
00:02:28: zwei Updates die ich dir geben wollte, die jetzt nicht direkt was mit den Kindern zu tun haben aber die ich mir auch so ein bisschen aufgespart habe.
00:02:37: Jetzt bin ich gespannt.
00:02:40: Ich war bei der Gynäkologin und hab meinen Eisen checken lassen und das ist dramatisch im Keller.
00:02:49: Also das vielleicht einfach auch mal so als Tipp an die Hörerinnen vor allem.
00:02:55: Mal ab und zu den Eisen checken zu lassen, weil es natürlich wesentliche Auswirkungen hat auf die Energieverfügbarkeit im Alltag.
00:03:03: Ja ja, das macht so müde, ne?
00:03:05: Weil man einen Eisenmangel hat.
00:03:08: Und ich habe ja auch versucht für meinen... Ich hab mich ja für ein High Rocks Race angemeldet in Dezember.
00:03:15: Da jetzt mal mein Laufen auf ein überhaupt normales existentes Niveau zu bringen.
00:03:23: Wir haben mit dem Laufen angefangen und es lief so schlecht, als im wahrsten Sinne des Wortes gerade wenn ich in diesen niedrigen Pulsbereichen bleiben sollte.
00:03:32: das hat einfach nicht funktioniert.
00:03:33: Und durch jeder von aus dass auch was mit diesem Eisenwerk zu tun hat weil eben das Eisen für Sauerstofftransport zuständig ist.
00:03:42: Ach krass, okay.
00:03:43: Und muss man das extra mal beantragen zwischendurch?
00:03:46: Oder wurde dir das angeboten?
00:03:50: Ich hab das nachgefragt und eben hier in der Schweiz ist es ja mit der Abrechnung alles ein bisschen anders.
00:03:59: Das kommt dann halt mit auf die Gynnrechnung und die Vorsorge wird alle zwei Jahre von der Krankenkasse bezahlt.
00:04:06: Sonst zahl ich sie sowieso selber.
00:04:08: Jetzt muss ich mal schauen aber ... eben das ist auch jetzt nicht so wahnsinnig teuer, diese Laboranalyse.
00:04:14: Die nimmt am Blut ab und im nächsten Tag hatte ich den befund.
00:04:18: Ich glaube, ich kann das auch ganz regelmäßig bei meiner Hausärztin machen lassen die sagt irgendwie abnimmt.
00:04:23: also sie sind ja schon über ich weiß das
00:04:26: genau
00:04:27: bin ich
00:04:28: gerade so
00:04:30: und dann darf man auch irgendwie alle Jedes Jahr oder alle zwei Jahre kriegt man auch so ein großes Blutbild gemacht, wo das alles drinsteht.
00:04:38: Ich habe dann auch extra gesagt ich will die Ergebnisse auch selber haben.
00:04:41: nicht dass die Ärzte mir das nur sagt weil sie sagen ja immer ja ja alles gut.
00:04:45: aber du hattest mich da auch glaube ich mal drauf angesetzt so ja selber nochmal nachzuchecken weil der
00:04:51: Mittelwert
00:04:52: oft genau
00:04:53: ist kein guter Wert
00:04:55: auf Männer.
00:04:56: Aber jetzt bin ich tatsächlich sogar im schulmedizinischen Standard, wirklich im roten Bereich.
00:05:01: Also selbst im Durchschnitt in Exzettenten.
00:05:05: Und wir haben halt oft hier Frauen ... wenn wir unseren Alltag wuppen, glaub' ich auf dem Schirm so okay irgendwie Kita und Entlastung und vielleicht mal die Kinder betreuen lassen selber so eine Self-Care schaut das du irgendwie deine Kräfte beisammen hältst und wundern uns dann manchmal warum man trotzdem irgendwie völlig am Ende sind Und diese Basics halt, also das wirklich auch mal abchecken zu lassen.
00:05:29: Dem Körper genug zur Verfügung steht um den Alltag zu managen ist glaube ich einfach was sich lohnt mal anzuschauen.
00:05:38: für mich total spannend, weil wie du sagst es wird so oft an einem selber festgemacht und wenn's aber einfach biologisch eine Ursache gibt wo man gar nix machen kann.
00:05:47: Das ist ja ähnlich wie bei einer Depression oder so.
00:05:49: also man ist einfach körperlich erkrankt.
00:05:51: das passt einfach was nicht genau und genau dann zu sagen okay da muss ich jetzt etwas gegensteuern.
00:05:57: und was macht man jetzt bei dem Eisen?
00:06:00: Also ich hab nur im Kopf ok da kriegt man Verstopfung.
00:06:04: Ich
00:06:05: hätte jetzt sogar zwei Tabletten am Tag nehmen müssen bei dem starken Mangel und habe ich gesagt, Leute nee das ist nämlich genau das Thema.
00:06:14: Und hab jetzt bei meiner Hausärztin dann eine Eiseninfusion angefragt.
00:06:18: Das machen die nicht so gerne.
00:06:20: Eine Freundin von mir ist auch Ärztin und hat gesagt es gibt halt gerne mal allergische Reaktionen bei Eisen.
00:06:27: Weil am Einspritz Ohr
00:06:29: hat, oder?
00:06:29: Ich hab mich da besser nicht weiter informiert.
00:06:34: Das will man nicht
00:06:35: so genau wissen und deshalb ist es ebenso dass du die Infusion unter Aufsicht bekommst und dann halt auch noch mal ich glaube eine Stunde oder so in der Praxis hockst damit sie sich ergehen das nichts ist.
00:06:48: oder wenn was ist sie dann einschreiten können.
00:06:50: Und dann ist es natürlich für Sie angenehmer Wenn sie dir einfach ein Päckchen Tabletten in die Hand drücken können
00:06:56: Na klar
00:06:57: Und natürlich einfach auch das Risiko dieser allergischen Reaktionen, wenn es geht zu vermeiden.
00:07:03: Ich habe jetzt aber gesagt ich muss einmal diesen Booster haben und kann jetzt nicht warten bis sich das so nach und nach wieder aufgebaut hat und eben auch wegen dem Verstockungsthema.
00:07:13: Ja probiere ich das jetzt mal aus, kriege ich nächste Woche Dienstag.
00:07:16: Das heißt ich kann dann, wenn wir Aufnehmen direkt berichten
00:07:20: Ja, total.
00:07:21: Also bin ich wirklich gespannt wie die Infusion ist, wie sich das alles anfühlt der Prozess und ja wie schnell man dann was merkt also wie der Körper das auch Verstoff wechseln kann und wenn du dann auch wieder die Werte neu erheben lässt, ob es sich das dann verbessert oder ob der Körper sagt, was soll ich jetzt mit dem ganzen Eis wieder raus damit?
00:07:41: Ja so sind zu sieben bis zehn Tage dauerzwohl, bis man eine Wirkung spürt Auf die Leistungsfähigkeit.
00:07:51: Cool, ja.
00:07:52: Ich überlegte ganze Zeit ... Ich hatte kleine Triggerwarnung aber gar nicht ... Also gehe ich jetzt ins Detail.
00:07:59: Ich hatte nur eine schwere Geburt bei dem zweiten Kind mit viel Blutverlust und hab danach auch Eisen bekommen.
00:08:06: Aber ich überlege die ganze Zeit, ob ich eine Infusion einmal bekommen habe oder ob die es komplett auch mit Tabletten gemacht haben.
00:08:15: Kannst du dich gar nicht erinnern?
00:08:16: Es verschwimmt total.
00:08:20: Ich glaube, im Zimmer hatte ich dann nur noch Tabletten.
00:08:24: Manchmal kriegt man ja sogar eine Blutinfusion auch und gar nicht mal
00:08:28: nur Eisen.
00:08:28: Ja das war kurz davor.
00:08:29: Das haben sie gesagt, dass es so wäre aber das muss auf jeden Fall nicht gemacht werden.
00:08:35: Ja,
00:08:37: okay.
00:08:38: Aber du hast gesagt es gibt zwei Neuigkeiten?
00:08:40: Also ich bin einig wir sind auch schon jeder hier am quatschen ihr Brotdosen und Business also vielleicht ein ein Business Thema noch weil ich ja momentan nicht fest beschäftigt bin.
00:08:54: also unbezahlte Kehrarbeit natürlich und mache ganz viel Projekte die mir einfach Spaß machen.
00:09:01: Und im Zuge der Jobsuche hab ich mich jetzt mal mit LinkedIn auseinandergesetzt und habe mich da bei LinkedIn exponiert.
00:09:10: Ich glaub, du kannst das grad so ein bisschen nachfühlen.
00:09:12: Das fühlt sich so... ...awkward an!
00:09:16: Es ist so schwierig und es gibt eine Social Media-Expertin die Ankatrin Schmitz, die ich sehr schätze.
00:09:24: Die spricht immer vom Cringe Mountain.
00:09:26: Also auch wenn du so Content Creator bist und dich quasi am Anfang da ... exponieren muss, dann musst du erst mal diesen Crunch Mountain erklimmen.
00:09:35: Und diesen Moment überstehen, dass sich das alles so komisch anfühlt und so... ...unpassend!
00:09:42: Ich habe mir das jetzt aber tatsächlich als Ziel gesetzt einfach ein bisschen zu üben und zu schauen.
00:09:46: auch sowas passt zu mir, was ist nicht so aufgesetzt?
00:09:51: Da bin ich grad so'n bisschen am Rum.
00:09:52: testen um zu schauen, bringt mir das was für mein Netzwerk und vielleicht eben auch die Jobsuche Und das finde ich gerade ganz spannend und versuche, das jetzt so positiv für mich zu frameen.
00:10:05: Dass es jetzt so eine Art ... Ja auch wie wenn man was Neues lernt, wenn man neues Skill lernt?
00:10:09: Man ist halt nicht von Anfang an toll!
00:10:11: Wenn du Skifahren lernst dann landest du eigentlich zwei-dreimal auf dem Hosenboden.
00:10:15: Das sieht dann auch am Anfang echt unelegant aus und so ist es vielleicht auch dort.
00:10:20: Am Anfang denkt man sich so und ja dann übst du und übst Du und irgendwann wird das vielleicht ganz natürlich.
00:10:27: Ich musste bei LinkedIn erst mal auch meinen Mann fragen, wie da so die Etikette ist.
00:10:33: Kontakt einlädt, weil dann hatte ich eine Einladung und da fühlte mich so geschmeichert.
00:10:38: Und dachte, oh also würde mir das vielleicht auch beruflich eben was weiterbringen?
00:10:43: So wie kommt er denn auf
00:10:44: mich?".
00:10:45: Und zu meinem Mann hat der mich jetzt ausgesucht und er so, nee, da grausete er erst mal nix drauf einbilden!
00:10:54: Da sammelt man irgendwie einen Haufen Kontakte.
00:10:58: Ja, das liegt irgendwie wie in so einem Archiv.
00:11:01: Das ist nicht so richtig aktiv.
00:11:04: Also meinte er dann... Ich meine es ja auch nur eine Perspektive aber ich ... Also wenn du da auch noch mal irgendwie was rausfindest oder irgendwie als Tipp weitergeben kannst, finde ich das total interessant.
00:11:17: Das ist auch hier irgendwie zu teilen.
00:11:18: also ich find's interessant und ich denke dass könnte schon auch Teil dieses Format sein weil ich glaube viele Frauen oder Eltern sind gerade mit Kindern nochmal in der beruflichen Neuorientierung und schauen nochmal was kann ich wie verändern damit vielleicht auch Beruf besser kombinierbar ist meine persönlichen Stärken und Leidenschaften ein bisschen mehr ausspielen.
00:11:44: Und muss nicht wie deine Null Acht Fünfzehn Büro oder was weiß ich, Job zurück.
00:11:50: Genau also wenn du da irgendwie nochmal ... Was hast find' ich das total spannend?
00:11:54: Ja vielleicht kann man in den Kommentaren mal sammeln von unserem Podcast ob da Interesse bestünde.
00:12:00: dann erzähle dich etwas.
00:12:03: Und jetzt folgen wir dir alle bei LinkedIn, um zu schauen was du da
00:12:07: so explodierst.
00:12:11: Was gibt es bei dir?
00:12:14: Ja, bei mir gibt's eher noch... Also ich würde ja auch gerne mit der Arbeit weiter durchstarten aber ich gucke immer links und rechts.
00:12:21: also wenn noch jemand weiß, der irgendwas Cooles hat hier in der Umgebung rein mein Gebiet.
00:12:28: Ich hab auch total Bock wieder durchzustarten.
00:12:31: Wurde dann aber gleich Ende letzter Woche daran erinnert, dass das alles immer nicht so leicht ist.
00:12:37: Weil wir nach drei Wochen tatsächlich schon den ersten kleinen Magen-Darminfekt
00:12:42: im Haus
00:12:43: hatten!
00:12:45: Und das ist ja wirklich mein Endgegnerne... Also das ist wirklich noch mal Nächstes.
00:12:56: Also vor den Kindern dachte ich immer, da muss ich zugeben.
00:12:59: Da hab' ich vielleicht mal vom Alkohol mich übergeben müssen.
00:13:04: Aber wenn man das wieder durchmacht mit den Kiddies... Man stirbt ja wirklich!
00:13:11: Das ist so schlimm!
00:13:12: Diese Infektübelkeit die ist einfach wirklich Next Level
00:13:19: und dann aber tolltäutäuch.
00:13:22: also kloppt auf alles Holz.
00:13:23: was ich finde hatte es bisher nur das kleinste Kind.
00:13:29: Ich sage bisher, weil wir hatten's auch schon mal eine bis ne Woche versetzt.
00:13:34: Ja ich drück euch ganz, ganz doll die Daumen, dass er vielleicht einfach noch was Falsches gegessen hat und das wieder raus musste oder du einfach sehr
00:13:43: gut... Das Schild an der Kita-Tier sagt etwas anderes!
00:13:50: Ich habe einfach ein super Immunsystem.
00:13:51: Ja, ich bin so fit und ausgeruht und voll in meiner
00:13:55: Kraft... Du hast einfach sechs Jahre schon Kita Keime durch.
00:14:00: Du bist
00:14:01: total unverwundbar jetzt.
00:14:04: Unverwunderbar!
00:14:06: Aber das hat uns über das Wochenende doch dann auch vorsichtig sein lassen, langsam machen lassen Was noch total schön ist, das würde ich gerne noch kurz erzählen.
00:14:17: Weil wir es ja hatten mit Übergängen und meine Tochter hat sie in die Schule gestartet und so.
00:14:21: Dass diese gerne in die Nachmittagsbetreuung geht also in den Hort oder offener Ganztag.
00:14:27: Das heißt überall irgendwie ein bisschen anders.
00:14:30: Wir hatten so ganz sanft gestartet, dass sie nur zwei Tage lang hin muss.
00:14:34: Noch ein Tag irgendwie für zwei Stunden nur und so.
00:14:37: Ich dachte ja machen wir mal langsam die soll sich dran gewöhnen.
00:14:40: Und gerade habe ich ja die Kapazitäten sie dann auch zu betreuen und so... ...und dann sagt sie gestern so Ja Sie möchte aber immer dorthin!
00:14:48: Lieser denkt mal drüber nach.
00:14:50: Ja das
00:14:53: tue ich.
00:14:59: Leider muss man sagen nicht mehr so.
00:15:02: Aber wo noch der alte Koch im Hort war, dann kamen die Kinder immerhin, Mama das Essen im Horts schmeckt so lecker!
00:15:11: Das ist viel besser als zu Hause.
00:15:15: Lass dir von dem doch mal das Rezept geben.
00:15:20: Ja danke.
00:15:23: Aber es ist voll schön dass sie da gerne hingeht und...
00:15:26: Richtig, richtig schön.
00:15:28: Ja und das ist so eine riesengroße Entlastung dass das eben auch jetzt in Zukunft ausgebaut werden kann und dass sie da viel Zeit verbringen kann und möchte und also... Das ist wirklich so ein Stein der noch.
00:15:43: Also zu den anderen Steinen, die so zum Schulstart vom Herzen kulin ist das jetzt auch noch irgendwie einer der dazu rollt und sich irgendwie richtig gut anfühlt.
00:15:54: Das freut mich
00:15:55: sehr.
00:15:55: Wie schön!
00:15:58: Und eine Sache wollte ich hier gerne noch teilen bevor wir gleich ins Thema einsteigen.
00:16:06: Ich glaube, vielleicht kriegen wir so langsam auch ein paar Hörerinnen und Menschen die uns mögen oder vielleicht auch manchmal nicht so mögen.
00:16:16: Und die das toll finden was sie machen oder auch nicht so toll!
00:16:20: Und ich würde aber darum bitten dass wir irgendwie sehr sehr achtsam miteinander umgehen weil... Rike und ich hier sehr persönliche Sachen teilen.
00:16:28: Wir teilen unser Privatleben, was einigen gefallen kann, was einige spannend finden aber andere vielleicht auch nicht so.
00:16:36: Und dass wir da einfach sehr respektvoll miteinander umgehen.
00:16:40: Wenn es euch nicht gefällt dann dürft ihr jederzeit abschalten oder irgendwie hört etwas anderes ist total okay.
00:16:48: Aber dass hier ein Safe Space auch bleibt und wir eine tolle Community kriegen oder uns aufbauen, wo Menschen irgendwie gut und achtsam miteinander umgehen.
00:17:00: Das war mir irgendwie noch so wichtig heute mal zu sagen.
00:17:03: Ja, für mich einen guten Punkt.
00:17:04: Und das heißt ja nicht, dass wir nicht feedback- oder kritikfähig sind.
00:17:09: Ich glaube, wir freuen uns über Menschen die sich mit unseren Thematiken auseinandersetzen und da vielleicht auch den Feedback haben.
00:17:16: aber eben schaut... dass es in einem guten Ton bleibt.
00:17:20: Da freuen wir uns.
00:17:22: Genau, genau!
00:17:24: Und noch eine Sache die auch nicht direkt mit dem Thema zu tun hat aber die mich irgendwie so in den letzten Tagen beschäftigt hat war wie intensiv Eltern ihre Kinder in der Schule begleiten müssen.
00:17:38: ich habe gerade Freundinnen die ihre Kinder an die weiterführende Schule auch begleitet Und was dann von den Eltern alles verlangt wird an Hausaufgabenbegleitung, die schon in der fünften Klasse einfach auch die Fähigkeiten teilweise der Eltern überschreitet.
00:17:57: Was digitale Kompetenz anbelangt und also auch das vielleicht können wir da auch noch mal irgendwann reingehen oder irgendwie nochmal höherer Innenstimmen zu hören.
00:18:12: Also das ist nicht integrativ, sondern es ist exklusiv.
00:18:15: Ist das die Meinung?
00:18:17: Du
00:18:17: meinst, es kommt darauf an wie sehr können sich die Eltern um die Kinder kümmern und dass dadurch eine Chancenungleichheit entsteht?
00:18:27: Voll!
00:18:27: Weil es manche Elternhäuser gibt, die mehr zeitliche Kapazität aber auch ein Bildungs-Hintergrund haben der es ihnen ermöglicht die Kinder zu betreuen und zu fördern und andere Elternhäuser wiederum, wo das nicht möglich ist.
00:18:41: Ja ich glaube dass es natürlich auch ein großes großes Thema von Bildungspolitik und deshalb gibt es ja auch sowas wie den offenen Ganztag um genau solche Dinge auszuleveln also der Versuch zumindest das gesellschaftlich zu lösen.
00:18:58: Aber es geht ja nur, wenn der Ganztag auch mit Fachkräften bestückt ist.
00:19:02: Weil das hat die nämlich auch gesagt, wir werden zwei Räume zur Verfügung gestellt wo die Kinder sich aufhalten können.
00:19:09: aber von Betreuung war da nicht die Rede.
00:19:12: und genau das wäre eben auch meine Haltung dass es muss doch ein Ort in der Schule geben wo Kinder lernen können mit Begleitung mit Unterstützung dass die Eltern entweder arbeiten also dass sie Eltern arbeiten können Oder wenn sie es fachlich nicht begleiten können in der Schule, dass das dann abgefangen wird durch Fachkräfte.
00:19:36: Ja.
00:19:37: Das
00:19:37: fand ich noch mal ... Boah!
00:19:40: Genau wie du sagst ist ein Riesenbildungspolitik-Thema und grad kam's so nahe und ich dachte, das ist so ungerecht.
00:19:47: also da wird Gymnasium Kindern verwehrt weil die Eltern es nicht
00:19:53: abrufern
00:19:53: können.
00:19:56: Das ist definitiv ein großes Thema für mich, was mich auch sehr überrollt hat.
00:20:01: Weil gerade die Betreuung von unserem Großen, die Hausaufgabenbetreuung sehr intensiv ist einfach weil er sich so schlecht konzentrieren kann und man ihm dann wirklich vom Rahmen her sehr begleiten muss wo man in vielerlei Hinsicht die Kapazität haben muss.
00:20:22: Ja, genau auf verschiedenen Ebenen.
00:20:25: Das sagst du noch mal gut weil es reicht ja nicht nur das Intellektuell zu können.
00:20:30: Ich glaube dass das ist noch für viele Eltern das kleinste aber man muss es emotional aushalten.
00:20:35: Man ist ja mit dem Kind ganz anders verwoben, dass man vielleicht auch emotional...
00:20:40: Ja, man reagiert ganz anders.
00:20:43: und ich dachte mir so hey die Hausaufgabenzeit ist vorbei für mich!
00:20:47: Weißt du?
00:20:48: Ich hab das ja auch nicht gerne gemacht und jetzt muss ich wieder Hausaufgaben machen.
00:20:52: Und Vokabeln, Pauken... Schadet meinen Sprachkenntnissen jetzt auch nicht.
00:20:57: aber es ist so ein bisschen unfair für uns Mütter dass wir da jetzt wieder oder auch Väter das jetzt schon wieder machen müssen.
00:21:07: Auf jeden
00:21:07: Fall!
00:21:09: Das ist auch mal ein krasses Thema.
00:21:12: Ja, das war mir so begegnet und diese Ungerechtigkeit für Kinder die das ausbaden müssen.
00:21:17: Und es fängt ja schon in der Grundschule an dass also Kinder deren Elternhauses irgendwie nicht gewährleisten kann dass das kindpünktlich morgens zur Schule kommt oder wie auch immer das Kind muss alleine kommen weil morgens keinem im Haus ist oder keiner das auf dem Schirm hat oder ne ganz auf.
00:21:34: also jedes Level hat er so seine eigenen Herausforderungen
00:21:38: Erzeugt aber auch, also bei aller Härte wie das jetzt vielleicht stinkt, auch nur Kompetenz bei den Kindern.
00:21:44: Also ich muss schon sagen und da haben wir jetzt so langsam die Kurve zu unserem Thema, dass mir das unter Umständen genützt hat, was ich auf mich selber gestellt war.
00:21:56: Von Background her ist alles fein, keine Hausaufgabenhilfe und ich habe viel mir selbst organisiert.
00:22:06: Und ich glaube, ich hab dadurch warm, wenn nicht viel gelernt.
00:22:11: Klar ist es immer eine Frage, wo so diese Grenze zwischen fordern und überfordern?
00:22:19: Und wo ich sage, ich verlang einfach zu viel von dem Kind.
00:22:21: Also ich kann nicht von einem sechsjährigen verlangen dass der morgens rechtzeitig aufsteht sich selber was zum Frühstück gemacht und pünktlich in der Schule ist.
00:22:27: das ist einfach zuviel Verantwortung vor allem wenn er dann vielleicht in der Schule noch dafür einen auf den Deckel kriegt, wenn er denn irgendwas nicht gemacht hat.
00:22:36: Ja aber ebenso manchmal auch sehe ich es so ein bisschen überbetreut oder dass das den Kindern gar nicht gelingt eine Selbstständigkeit zu entwickeln weil's immer vorgekraut wird.
00:22:45: also das ist dann so.
00:22:46: vielleicht das andere Extrem.
00:22:49: Ja ja auch nochmal ein spannender Punkt und ich glaube das fällt unserer Generationen vielleicht auch gerade sehr schwer da ein gutes Mittelmaß zu finden von der Überbehütung hinzu, ich lass dich mal ausprobieren.
00:23:05: Ich lasst dich mal laufen und kann dich nicht vor allem Leid dieser Welt beschützen sondern es gehört ein Stück weit dazu die Erfahrung zu sammeln.
00:23:17: Daraus ja auch gestärkt hervorzugehen wenn man mal schwierige Situation gemeistert hat.
00:23:26: Dann schauen wir doch gerne.
00:23:29: Das Thema ist Herkunftsfamilie und Lisa, bevor wir da vielleicht auch erzählen von unserer HerkünftsfAMILIE zu erzählen und was so unser Hintergrund ist wollte ich dich gerne noch fragen warum es denn eigentlich die Betrachtung der HerkunstfAMilie aus systemischer Sicht relevant?
00:23:50: Das klingt jetzt so nach einer Vorbereitung.
00:23:52: Ja, ist sie?
00:23:53: Ich habe sie notiert aber ich kam ja tatsächlich vor zwei drei Tagen in den Sinn.
00:23:59: Aber ich hab die Antwort nicht vorbereitet.
00:24:01: also da das ist jetzt ganz spontan.
00:24:04: Also man muss sagen dass die Herkunftsfamilie im psychotherapeutischen Bereich ganz ganz lange überhaupt gar keine Relevanz hatte sondern es ging immer darum um die eigene Repräsentanz der Herkunstfamiliere.
00:24:18: also welche Zuschreibung mache ich der Familie.
00:24:22: Das wurde schon mit berücksichtigt, aber dass die tatsächlich als Person in den Raum geholt wurden – das war erst durch das systemische Denken- und Arbeitenteil der Therapie geworden.
00:24:35: Da ist gerade Virginia Satir auch ganz groß gewesen, die dann wirklich Skulpturen gebaut hat und geschaut hat, welche Personen steht denn in welchem Verhältnis zu wem?
00:24:48: Und daher kommt auch so das Familienaufstellen, das haben vielleicht schon mal einige gehört.
00:24:57: Das ist ja eine Form wo ich als Teilnehmende – oft bucht man sich in eine fremde Gruppe mit ein und dann repräsentieren die Teilnehmernehmenden Personen aus meiner Familie.
00:25:14: Ich stelle die also im Raum auf und sage, du Bernd?
00:25:16: Du bist jetzt mein Papa und du Helga bist jetzt meine Mama und dann stelle ich noch meine Geschwister
00:25:21: dazu.".
00:25:23: Und dann geht es darum okay in welcher Beziehung oder wie nahe oder weit weg stehen sie voneinander?
00:25:30: wer guckt wen an um da Hypothesen, also Ideen zu bilden?
00:25:37: jemand, der das anleitet fragt.
00:25:38: Dann könnte es sein dass deine Mutter vielleicht mal sauer auf dein Vater war weil so das ist eine Form die Herkunftsfamilie wirklich sehr nah mit in die therapeutische Arbeit zu holen.
00:25:54: Jetzt muss ich da einen kleinen Exkurs machen weil es gibt auch die Familienaufstellung nach Bert Hellinger Und der hat es ein bisschen übertrieben, wie ich's halt gerne mal
00:26:05: auch.
00:26:07: Männer so emotional.
00:26:11: Also das gibt coole Videos.
00:26:13: wenn man wirklich Familienaufstellung nach Bert Hellinger bei YouTube eingibt... Das ist so krass!
00:26:19: Der hat Säle gefüllt und wie so ein Magier da eine Show gemacht und ich hole dich jetzt auf die Bühne und wir sagen jetzt deine Familie ist dies und dass.
00:26:32: Der hat es dann aber so übertrieben und hat gesagt, so ist das.
00:26:35: Also von dieser Idee dass ich Frage als anleitende Person könnte es sein, dass es so war?
00:26:42: hinzu, das ist die einzige Wahrheit.
00:26:45: also du hast dieses Problem weil auf jeden Fall wahrscheinlich die Mutter war's ja immer, dass sie uns so gemacht hat.
00:26:54: Und da muss man sagen, haben sich die Systemikerinnen also gerade die DSF der Verein der Berufsverband hat sich da auch klar positioniert und eine Stellungnahme geschrieben dass das nicht Teil des eigentlichen Familienaufstellens ist.
00:27:13: Genau.
00:27:14: Man muss sagen, die Evidenz des Familienaufstellens ist rar!
00:27:19: Es gibt Forschungen dazu und sie haben auch einen leichten positiven Wirkungseffekt.
00:27:25: dabei muss man sagen es geht sehr um die Qualität des Familien-Aufstellens und ja wirklich die Evidenz ist nicht gegeben.
00:27:35: Man kann sagen das hat eine positive Art aber es geht eher um eine Idee so könnte es bei mir in der Herkunftsfamilie gewesen sein.
00:27:44: hinzu, okay da gehe ich vielleicht mal mit einer Therapeutenbegleitung noch einmal im Einzelnen weiter drauf ein und wir schauen ob der Hypothesen bei mir Anklang finden oder eher auf Abwehr treffen.
00:28:02: Ja, voll spannend.
00:28:03: Ich dachte auch eigentlich, wenn ich noch ein bisschen mehr Zeit jetzt heute Morgen vorher gehabt hätte... Wir haben in unserer Ausbildung zur systemischen Beraterin einen Genogramm gemalt gezeichnet wo wir unsere Herkunftsfamilie aufgezeichnet haben.
00:28:18: also wirklich in riesig, weiß ich nicht so zweimal zwei Meter oder so ein großes Poster drei Generationen mindestens zurück Beide Eltern, beide Großeltern.
00:28:32: das wird dann ja einfach so ein großer Baum.
00:28:35: Man muss sagen bei der Genogrammarbeit ist es ein bisschen mehr als ein Stammbaum.
00:28:39: Es geht vielmehr auch um die Personen und die Eigenschaften aber auch der Person Und um die Beziehungen zueinander.
00:28:49: Also, dieses große Poster sieht nachher recht wild aus.
00:28:53: Weil wir Striche und Verbindungen und Blitze und Herzchen malen zu den Leuten, wo wir denken wie die Beziehung war.
00:29:02: Und da habe ich auch viel mit unseren tanten Großeltern noch zugesprochen um da ganz viel über die zu erfahren und das war total spannend da mal reinzugehen.
00:29:13: Schöne Anlass den Austausch zu suchen, dass man sonst vielleicht mit der Oma nicht mehr hat oder mit der Tante, die man vielleicht nur einmal im Jahr sieht.
00:29:22: Ein bisschen Smalltalk macht und das ja auch ein Anlass ist mal wirklich deep reinzugehen.
00:29:27: Ja weil da geht es dann wirklich um Fragen.
00:29:31: so was hast du früher gerne gemacht?
00:29:35: Das fragt man seine Oma sonst gar nicht!
00:29:37: Man weiß den Beruf und wie warst du als Jugendliche?
00:29:42: Was waren deine Freizeitaktivitäten?
00:29:45: Einfach mal sich wirklich zum Anlass zu nehmen, um ganz andere Fragen zu stellen.
00:29:50: Das ist total schön!
00:29:52: Dazu möchte ich aber gerne noch sagen, bitte macht es nicht alleine.
00:29:56: Also man kann das mal alleine aufzeichnen, aber diese ganzen Beziehungsgeschichten und so macht es mit jemandem zusammen.
00:30:04: Sucht euch eine systemische Beraterin-Berater, Therapeut-Therapeutin um das begleiten zu lassen weil das schon auch eigene Themen, eigene Geschichten einfach hochholen kann.
00:30:18: Und das ist glaube ich ganz schön, wenn man da jemanden hat um in den Austausch zu gehen.
00:30:23: Ist da irgendwie eine offizielle Website oder Liste oder so die wir in die Schaunuts packen könnten?
00:30:29: Muss ich mal schauen ob es da was von der DGSF gibt?
00:30:33: Ich schau auf jeden Fall und dann gucken wir da mal.
00:30:37: Ja, dann fangen wir mal an mit unserem Bericht.
00:30:43: Willst du einfach mal erzählen, anfangen?
00:30:48: Ja, ich glaube so.
00:30:49: das Grundsetup von unserer Herkunftsfamilie ist ja dass wir vier Geschwister sind.
00:30:56: Also wir zwei Schwestern haben noch zwei jüngere Brüder.
00:30:59: Ich bin die älteste.
00:31:01: dann kam drei Jahre später Lisa zur Welt Dann nochmal dreijahre später der erste Bruder und als Nachzügler nochmal fünf Jahre später kam Der jüngste Bruder.
00:31:13: muss mit den Namen ein bisschen aufpassen.
00:31:15: Genau Unsere Eltern sind sehr früheltern geworden.
00:31:20: Als ich auf die Welt kam, war unser Vater, und unsere Mutter, einundzwanzig.
00:31:26: Und zeitgleich mit meiner Geburt, also um den Dreh hat die beiden eben auch den Bäckerei-Betrieb von unseren Großeltern, also für den Eltern von unserem
00:31:40: Dad
00:31:40: übernommen.
00:31:41: Das war der Bäckereibetrieb Der so in voller Fahrt war der klassische Dorfbäcker gegenüber vom Rathaus gut schlaufender Betrieb.
00:31:50: Und unser Opa hatte dann eben kurz hintereinander zwei Schlaganfälle, sodass das recht schnell gehen musste, dass ihm unser Vater den Betrieb übernommen hat und das war sicherlich ein sehr prägendes Element in unserer Familiengeschichte.
00:32:06: Genau!
00:32:06: Das ist mal die Eckpfeiler oder?
00:32:11: Ja, ich finde es noch total wichtig dass dann nicht nur der Betrieb übernommen wurde sondern auch in der eigenen Überzeugung unserer Eltern das alles auf einen Bio-Landbetrieb umgestellt wurde.
00:32:25: und auch schon Mitte der achtziger Ende der achziger als das gerade auch wirklich ein großes großes Thema war mit Atomkraftneidanken.
00:32:35: Die Gründung der Grünen, bin das die
00:32:38: Grünen?
00:32:40: Genau.
00:32:41: Da waren unsere Eltern einfach Vorreiterinnen, die da wirklich sich stark gemacht haben für eine bessere Umwelt und genau sich da auch mit Herzblut diesen Betrieb hingegeben haben der Bioland-Zertifizierung und dazu einfach zacki zack irgendwie die Kinder bekommen
00:33:04: haben.
00:33:06: Also, und das in wirklich jungen Jahren ... Ich mein, Mama war doch keine Dreißig.
00:33:12: Da hatte die drei Kinder!
00:33:13: Das
00:33:14: ist einfach so verrückt.
00:33:16: Und eben der Betrieb mit drei Filialen.
00:33:20: Erinnere ich mich auch noch an sehr stressige Zeiten, wo wir dann auch mit dabei waren, weil es gar nicht anders ging.
00:33:28: In den Marktkauf-Filiale, wo Wir da den Bäckereibetrieb hatten.
00:33:34: Ja, dann einfach auch oft ... Da haben
00:33:35: wir im Lager gespielt.
00:33:37: Genau, war total cool da aufregend und auch so in diesem Betrieb groß zu werden.
00:33:44: Wir haben erst in einem klassischen Häuschen gewohnt, sogar zwei Familienhäuschen.
00:33:53: Und dort haben wir bis das dritte Kind gewohnten, der unser erster Bruder.
00:33:58: Da waren wir alle zu dritt in einem Kinderzimmer.
00:34:02: Und dann, das war kurz nach meiner Einschulung sind wir eben umgezogen in dieses Haus wo der Betrieb war.
00:34:08: Wo die Bäckerei war.
00:34:10: Da hat
00:34:12: unsere Oma
00:34:13: so die Matriarchen ... würde ich sie jetzt mal nennen.
00:34:17: Definitiv!
00:34:18: Hat eine eigene Wohnung gekauft, nebenehr dich für sich und ihren Mann den Opa mit dem Schlag anfällen.
00:34:27: Dann wurde eben da die Wohnung frei mit sehr viel Erbe belastet.
00:34:33: Wo wir dann eingezogen sind, also wir haben dann oben im ersten Stock gewohnt und unten war eben der Bäckereibetrieb.
00:34:39: und das war glaube ich auch für mich definitiv eine sehr coole Zeit einfach das so hautnah mitzuerleben und eigentlich immer wenn man morgens zur Schule gegangen ist zu kurz durch den Betrieb noch ein warmes Brötchen auf die Hand Und auch sehr früh schon mithelfen wollen.
00:34:56: Also ich war dann zum Teil wirklich sauer auf meinen Papa, warum hast du mich heute Nacht nicht geweckt?
00:35:02: Ich wollte unbedingt helfen!
00:35:03: Da war ich wahrscheinlich fünf und alle so ja genau ...
00:35:06: Da erinnere ich mich auch dran.
00:35:09: Ja, das geht das immer ganz wichtig weil wir bald mitzumachen.
00:35:15: Das Backen.
00:35:16: Mitbacken wollte ich immer.
00:35:20: Das war für mich irgendwie gar nichts Negatives oder so... Du mich da immer gefreut mitzumachen, durfte nicht.
00:35:26: Ich war wahrscheinlich froh, dass ich endlich mal durchgeschlafen hab.
00:35:28: Man sieht ja wirklich das gut aus!
00:35:31: Ja...
00:35:32: Ich kann mich auch an so Szenen erinnern, hinter einem Ladentresen zu sitzen und auf diese Tortentablets zu malen.
00:35:39: Diese Papp-Untersetzer?
00:35:42: Genau, genau.
00:35:44: Und das wir dann ganz am Anfang in dem Laden noch richtige Süßigkeiten hatten.
00:35:49: So kleine Bilder sind da irgendwie ... Oder dass wir das Süßstoff aus dem Süßstoffspennen genatscht haben.
00:35:55: Das war auch vielleicht ja eine Mutprobe oder so, ganz bitter.
00:36:03: Aber Bilder genau.
00:36:05: Und was ich gerne noch ergänzen möchte ist, dass unsere Mutter eigentlich gelernte Erzieherin ist.
00:36:13: Sie hat Erzieharinnenausbildung gemacht und ist dann aber eben durch diesen Betrieb eigentlich da reingerutscht in das Bäckerhandwerk bzw.
00:36:26: Bäckereifachverkäuferin, hat dann da noch so nebenbei mal die Ausbildung gemacht Fulltime und im Betrieb mitgearbeitet – wahrscheinlich auch Fulltime – und noch Kinder gehabt Fulltime Genau, und hat dann Bäckerei Fachverkäuferin gelernt.
00:36:44: Und hat dann später auch Verkäufern ausgebildet.
00:36:49: Hat aber eben in dem Erzieherinnenberuf lange nicht gearbeitet.
00:36:55: Ja genau!
00:36:57: Das war so bis ich sechs war und du neun?
00:37:02: Ich habe den Kindergarten quasi in dem Ort noch abgeschlossen.
00:37:10: Du hast schon die ersten beiden Grundschuljahre gehabt, ne?
00:37:14: Ja und dann sind wir in eine kleine anthroposophische Lebensgemeinschaft zu sechzig Kilometer entfernt gezogen.
00:37:23: Unser Vater hat den Betrieb Die Bäckerei übergeben.
00:37:27: wie sagt man das an einem Verwalter oder also
00:37:31: Bäcker und Geschäftsführer der das erst selber Eigentümer geblieben Hat jemand eingestellt, der Chef zu sein?
00:37:42: Ja genau.
00:37:43: Und dann haben wir alle in dieser Lebensgemeinschaft gelebt und Papa hat auch dort gearbeitet in einer kleinen Backstube.
00:37:52: ich bin dann dort eingeschult worden.
00:37:54: du hast den Übergang gemacht und genau weil das alles so ein anthroposophisches Örtchen war sind wir auch auf die Waldorfschule gegangen dort Und da können wir ja vielleicht noch mal ein eigenes Thema draus machen, so wie auch die Überlegung unserer Eltern.
00:38:11: Was will ein bisschen spekulieren?
00:38:13: Aber warum eben das so war, warum wir dahin gekommen sind und was wir für Erfahrungen daraus... mitgenommen haben, wie uns das in Positiven geprägt hat.
00:38:22: Aber auch ich habe gerade ... Ich hab vielleicht auch ein paar nicht so gute Erfahrungen dort gemacht genau dass das könnten wir separat noch mal besprechen.
00:38:31: Ja aber das war dann wirklich so dieser Cut okay?
00:38:36: Wir lassen so dieses Kleinstadt leben was ja auch sich manchmal sehr eng anfühlen kann und diesen Betrieb der uns grade alle sehr belastet glaube ich zu dem Zeitpunkt Da, also uns Kinder.
00:38:51: Ich hab's jetzt nicht so direkt gespürt aber wenn ich mich zurück erinnere war das glaube ich extrem eine Belastung für unsere Eltern.
00:38:59: und genau wir lassen es hinter uns.
00:39:01: Wir gehen halt da in die heile Welt Und kleine süße Bäckerei-Kinder gehen direkt zur Schule.
00:39:10: auch im Konzept wo man überzeugt ist Ja und das hat dann... Man ahnt es schon nicht ganz so gut geklappt.
00:39:16: Aber weil nämlich der Geschäftsführer nicht gut geführt hat, was eben dann darin mündete dass unser Vater immer diese sechzig Kilometer Nacht für Nacht hin und her gefahren ist.
00:39:28: Und man sieht zwei Jobs gemacht hat.
00:39:29: also der hat dann nachts sich um seinen eigenen Betrieb gekümmert in der Kleinstadt und ist dann halt am Morgen zum ich glaube wirklich zum Backen dann auch in das anthroposophisch Dorf gekommen und dann hat er ihm auch noch gebacken.
00:39:43: Weißt du wie lange das war?
00:39:46: Ich weiß, dass das so war.
00:39:48: Aber wie lange ...
00:39:50: Das
00:39:50: krieg ich überhaupt nicht hin?
00:39:52: Ja, zwei.
00:39:54: So lange!
00:39:54: Ich glaub schon, die haben's versucht.
00:39:57: Müssten wir vielleicht wirklich mal fragen.
00:39:59: Mhm.
00:40:01: Und dann irgendwann halt die Reißleine gezogen und gesagt ... Die hat nicht mehr.
00:40:06: Unser jüngster Bruder ist noch dort zur Welt gekommen.
00:40:10: Der ist doch dort geboren.
00:40:11: Und was ich schon auch sagen wollen würde, ist dass es ja zum Schluss dort in der Gemeinschaft nicht mehr harmonisch war.
00:40:20: Also da gab's ja Auseinandersetzungen und Meinungsverschiedenheiten, weil das enge Leben miteinander die Verwobenheit nicht immer so traumhaft funktioniert wie man sich das so vorstellt.
00:40:37: von zwei Seiten kam, dass das Auflösen vielleicht auch ein ganz guter Schritt sein könnte.
00:40:45: Ja so, dass wir dann eben wieder zurückgezogen sind.
00:40:49: ja
00:40:50: und ich muss schon sagen für mich waren das schon sehr prägende Jahre in dem Örtchen, in dem anthroposophischen Erörtchen meine ersten fünf Schuljahre.
00:40:59: und an dieser Umzug und eben zu wissen okay es ist keine Waldorfschule mehr im Ort Ich bin da drei jahrelang Sechste, siebte, achte Klasse.
00:41:08: Auch wirklich noch mal weit gefahren zur nächsten Waldorfschule
00:41:12: und
00:41:12: das war für mich echt also auch eine Prozedur.
00:41:16: Stimmt du bist als wir dann wieder zurückgezogen sind?
00:41:18: Bist du weiter zu der Waldorf-Schule oder zu einer anderen dann gegangen?
00:41:22: Ja!
00:41:23: Und ich bin dann aber da direkt im Ort ins Gymnasium.
00:41:25: Ich bin nicht wieder zur Waldorf Schule.
00:41:27: Warum eigentlich weiß ich nicht?
00:41:30: Wollt ihr sich auch nicht... Aber du würde ich glaube Ja, ich konnte mir auch vorstellen dass du das wolltest und dass es auch von deinem Leistungsstand und deinem Wesen irgendwie so alles in allem ganz gut gepasst hat.
00:41:40: Ich meine auch deine Klassenlehrerin hatte vielleicht einen anderen Zuch als
00:41:43: ... Deiner?
00:41:44: Bei
00:41:44: mir!
00:41:46: Ich hatte wirklich Pech muss man sagen mit den Lehrerinnen in
00:41:49: der Schule.
00:41:50: also auch dann ja... Also da gehen wir nochmal rein und ich glaube du hattest da wirklich Glück und hast viel Ich sag mal normal gelernt an der normalen Tempo.
00:42:03: Aber bei mir, also ich hatte Legas Tänika als Deutschlehrer und so.
00:42:07: Also da haben wir den schon korrigiert in der siebten Klasse Rechtschreibung korrigieren.
00:42:15: Aber es sind Einzelfälle glaube das auch ganz wichtig dazu zu sagen ist nicht die Regel.
00:42:21: Ja genau aber Thema Waldorfschule machen wir nochmal Genau, dann sind wir zurückgezogen.
00:42:28: Waren wieder in diesem kleinen Städtchen.
00:42:31: Matriarchen war wieder voll dabei und vielleicht ein bisschen älter geworden aber schon auch noch.
00:42:37: die Oma hatte schon auch immer Wumms.
00:42:40: Die hat es also glaube ich unseren beiden Eltern nicht unbedingt leicht gemacht
00:42:45: Das kann man glaub ich so sagen Hat halt immer sehr hohe Ansprüche.
00:42:49: das war immer ihr Betrieb.
00:42:51: sie hat das so auf gezogen und war auch nicht einverstanden mit dem Bioland.
00:42:58: Das war für sie ein totaler Affront, hat das immer kritisiert und ja, war eigentlich halt so nie zufrieden.
00:43:08: Ich hab irgendwie einen sehr starken Bezug zu ihr gehabt, auch einen sehr positiven.
00:43:13: Meine Oma, weil ich vom Wesen vielleicht auch recht ähnlich bin.
00:43:20: Sag mal, was langgeht?
00:43:22: Ähm, ja.
00:43:23: Aber sie hat da natürlich so dieser Klassiker, dieser Generationenübergang ist glaube ich in so Familienbetrieben immer schwierig auch so psychologisch.
00:43:34: also sage ich las das los und gebe das an die Hände von meinem Nachkommen Ja, und solange sie da halt noch am Ort war und so hat sie da schon glaub ich viel Druck ausgeübt.
00:43:49: Und unsere andere Oma, also die Mutter von unserer Mutter war ja auch in der Nähe und bei der sind wir halt auch manchmal als Kinder dann untergekommen.
00:43:59: Haben öfters bei ihr übernachtet.
00:44:02: Auch eine sehr junge Oma muss man dazu sagen?
00:44:05: Die Mama von unserer Mama war sehr jung und noch voll fit.
00:44:10: Da habe ich auch viele Erinnerungen, dass wir da als Geschwister geschlafen haben und Zeit verbracht haben.
00:44:15: Wir
00:44:15: garten gerödelt, Johannes Bern geerntet, frische Möhrchen geknabbert direkt aus der Erde.
00:44:22: Also die hatte auch viel aufgefangen für uns mit der Betreuung.
00:44:26: Würde ich zurückblicken sagen, ja, hat mal immer eine gute Zeit.
00:44:32: Also was für ein Glück, dass es so einen Netzwerk gab.
00:44:36: Man muss doch sagen wir hatten noch professionelle Hilfe auch.
00:44:40: Wir hatten ja zwei drei.
00:44:43: die dritte glaube ich hast du nicht mehr so richtig auf dem Schirm.
00:44:45: sie war dann auch nachher Brutauslieferanten aber zwei auf jeden Fall sehr prägende.
00:44:52: wie sagt man das?
00:44:54: Sind das Nennies?
00:44:54: Das
00:44:54: waren
00:44:55: gestanden Haushälterinnen.
00:44:57: Auch so ein Erbe, sicherlich aus der Zeit von unserer Oma.
00:45:02: Also unsere Oma hat immer eine Haushälternin mit im Haus gelebt.
00:45:07: Die hatte oben einen Zimmer.
00:45:09: Im Erdgeschoss war die Bäckerei.
00:45:11: Im ersten Stock war die Wohnung und unterm Dach hatte die Haushälterszimmerchen.
00:45:17: Das war ne ledige Frau ... im Prinzip da Unterschlupf und Anschluss an die Familie bekommen hat, aber auch ganz klar als Angestellte behandelt wurde.
00:45:26: Und die ja den Haushalt geschmissen hat und unseren Vater und seine zwei Schwestern großgezogen hat kann man sagen.
00:45:36: Ich glaube das war dann auch ein bisschen dieses Erbe.
00:45:39: so macht man das hatten wir eben dann auch eine Haushälterin damals schon in diesen zwei Familienhäuschen.
00:45:47: Da war die schon bei uns.
00:45:48: Die erste, dem blonden Zopf.
00:45:52: Ja,
00:45:52: eine schöne Erinnerung.
00:45:54: und genau dann später in dem anthroposophischen Dörfchen aber da gab es glaube ich von der AWO so eine Art Familienhilfe.
00:46:03: Aber ich habe das eher so empfunden dass diese Person mehr Hilfe brauchte als sie uns geholfen hat.
00:46:11: Ich glaube tatsächlich, das war eine SPFH.
00:46:14: Also eine sozialpädagogische Familienhilfe die wir da hatten.
00:46:19: Warum?
00:46:19: Also ich denke dass Mama gesagt hat sie braucht Hilfe und dann wurde die uns geschickt.
00:46:23: Ich weiß noch, da hatten wir eine, die konnte so gut Pferde malen.
00:46:26: Musst mir dann immer Pferdemalen.
00:46:27: Ja ja aber die waren sozial auch eher genau wie du sagst auch hilfebedürftig.
00:46:36: Stimmt, die hatten wir auch noch.
00:46:39: Aber diese prägenen Frauen, die dann wirklich in dem Ort waren.
00:46:46: Die dann auch irgendwie... Wo man so die Rezepte noch weiß, dass
00:46:51: sie ein Sollbeinodeln
00:46:52: gekocht
00:46:52: hat.
00:46:55: Ja also das war schon irgendwie... Ja, wie eine Oma.
00:47:00: Oder?
00:47:00: Es ist so ganz herzlich, ganz intensiv und trotzdem muss man ja sagen war es nicht ein Ort wo wir oder ich ... Ich spreche jetzt mal für mich.
00:47:09: Ich konnte mich nicht komplett emotional fallen lassen.
00:47:12: Das war schon so.
00:47:13: dieses Mann hat sich auch zu benehmen bei den Betreuungen.
00:47:18: Ja
00:47:19: würde ich auch so unterschreiben dass eben die einer habe ich ja schon sehr jung kennengelernt aber das war wirklich eher wie so ne Erzieherin im Kindergarten vom Verhältnis jetzt her.
00:47:31: Man geht schon hin, wenn man irgendwie der Wackelzahn rausgefallen war oder so und sich mal trösten lassen aber es war eben auch klar ist so eine Distanz irgendwo da.
00:47:42: also ja wie du sagst muss ich benehmen
00:47:45: wir haben sie auch immer wir haben ja immer Frau Müller
00:47:48: Frau
00:47:50: gesagt genau da war ja schon auch ne Distanz irgendwie Beabsichtigt.
00:47:58: Und die letzte, die du meintest war das sie, die so stark parfümiert war?
00:48:02: Ja, mit der immer Kaugummi gekaut hat.
00:48:05: Die hat mir dann erklärt wie man eine FDH, die äht macht!
00:48:09: Das war ihr Thema!
00:48:12: Pädagogisch wertvoll, aber ich habe damals schon gerafft dass das irgendwie ziemlich ein Quatsch ist.
00:48:21: Das ist, von unseren Eltern haben wir keine Diet-Kultur.
00:48:24: Das hat dann sie so ein bisschen versucht reinzubringen aber er hat uns zum Glück nicht so gefüttert.
00:48:32: Da waren die fünf Hobbit Mahlzeiten doch faszinierender als irgendwie stundenlang auf dem gleichen Kauk um hier rum zu kommen.
00:48:43: Ich gucke so ein bisschen auf die Zeit und ich glaube, wir können noch recht viel erzählen.
00:48:48: Aber man weiß schon mal wo wir herkommen und wie wir geprägt wurden und was uns jetzt auch als Erwachsener immer noch irgendwie ... Ja, beeinflusst.
00:49:00: Das kann man ja einfach nicht abstreifen so was unsere Eltern in jungen Jahren geleistet haben weil wo wir als Kinder einfach immer auch mit dabei waren und gleichzeitig dieses pädagogische Konzept.
00:49:12: man kann noch sagen unsere Mutter hat dann irgendwann noch eine Waldorf-Erzieherinnen Ausbildung zusätzlich gemacht und hat dann da auch ein bisschen reingeschnuppert in dem Bereich, aber als eben im Bäckereibetrieb mit uns vier Kiddies konnte sie das halt nie so ausüben bis wir ausm Haus waren.
00:49:32: Vielleicht
00:49:32: eine kleine Anekdote noch?
00:49:34: Woran man... dass er auch irgendwie merkt, woher diese oder das diese Prägungen da sind.
00:49:41: Also ich habe mir dann als Ehemann einen Mann gesucht der ebenfalls aus so einer kleinen Unternehmerfamilie kommt.
00:49:48: also sein Vater ist Obsthändler und es war eigentlich vom Set-up.
00:49:52: es war genau so.
00:49:54: Es war dieses Haus was an der Hauptstraße steht wohin daran irgendwie der Betrieb reingebastelt Wirklich rund um die Uhr arbeitet, die Mutter ebenfalls berufstätig.
00:50:04: Er hat mitgeholfen auf den Markt.
00:50:07: Da haben wir uns schon gefunden.
00:50:09: Unser Background ist da recht ähnlich.
00:50:16: Hast du noch was für uns und die Hörerinnen, um zu schauen wie sie sich mit ihrer Herkunftsfamilie?
00:50:25: Ja, habe ich tatsächlich.
00:50:26: Ich hab noch mal eine kleine Methode vorbereitet um nochmal so ein bisschen darauf zu schauen.
00:50:32: okay was hat mich denn geprägt in meiner Herkunftsfamilie?
00:50:37: und das geht so ein bißchen um vier Bereiche Dass die Übung heißt, mein Familienrucksack.
00:50:45: Irgendwie haben wir es im Moment mit den Rucksäcken.
00:50:47: aber ich glaube das ist immer ganz schön weil so ein Bild dafür ist was trage ich mit mir und ich finde auch was ich immer gerne mache wenn ich mit Menschen eben im Coaching oder so arbeite eine Figur aufmalen und das in dem Bauch zu schreiben weil vielleicht auch weil ich einen Rucksack nicht so gut malen kann Genau, und es geht um vier Bereiche.
00:51:09: Der erste Bereich ist was habe ich eingepackt bekommen?
00:51:14: Also so Werte, Überzeugungen und Regeln... So wäre es vielleicht, ich glaube bei uns war es auf jeden Fall der inklusive Gedanke ganz groß.
00:51:25: Dass wir einander helfen und dass wir unterstützen und gleichzeitig aber auch immer leisten und funktionieren zu müssen.
00:51:32: Das würde ich bei uns so bei diesen Regeln Werten und Überzeugungen reinpacken.
00:51:38: Dann der zweite Bereich ist was habe ich dort also in der Herkunftsfamilie gelernt?
00:51:44: Umgang mit Gefühlen umgang mit Geld Konflikte, wie gehe ich damit um?
00:51:51: Also wir haben das meine Eltern, meine Großeltern, meine nahen Angehörigen.
00:51:56: Manchmal sind es ja auch andere Bezugspersonen, weil wir denen nicht aufgewachsen bin.
00:51:59: Genau also ich glaube Umgang mit Geld ist bei unseren Eltern eher schwierig.
00:52:07: Das wird halt gerne ausgegeben.
00:52:08: Ja muss die Wirtschaft angemobelt werden.
00:52:12: Aber gleichzeitig können wir recht gut mit Gefühlen umgehen.
00:52:18: intensiv miteinander darüber reden, wie es uns geht und haben da auch irgendwie so keine Scham.
00:52:25: Das finde ich irgendwie ganz schön!
00:52:27: Dann der dritte Punkt ist was trage ich heute noch gerne?
00:52:31: Also Sachen die ich wirklich bewusst behalten möchte... Und da habe ich also irgendwie dieses Vorlesen des Handarbeiten, dieses auch ruhig miteinander in ... im Kontakt sein zu können.
00:52:45: Das finde ich, das hat uns vielleicht die Waldorfpädagogik irgendwie so... Und auch einfach unsere Mama, die da immer oder auch Papa, der so viel vor uns hin... Der hat ja auch immer gerne gebastelt, Modellgebastelt mit uns Drachen gebastellt und so.
00:53:00: Also dieses Gut bei Ersattendemsein und was Kreatives zu erschaffen.
00:53:04: Ich finde, dass haben wir beide gut mitbekommen!
00:53:08: Und der vierte Punkt ist, was ist eigentlich ganz schön schwer geworden?
00:53:12: Also Muster oder Erwartung, die mich heute belasten.
00:53:18: Kann man vielleicht manchmal den Perfektionismus reinpacken?
00:53:22: Der wiegt manchmal vielleicht ein bisschen Arkschwert und könnte mal ein bisschen schmählen.
00:53:27: So dieser übermäßige Anspruch an sich.
00:53:30: Ja
00:53:32: immer diese Leistung erbringen... Genau!
00:53:37: Und dann auf jeden Fall würde ich immer noch mal machen, was möchte ich auch auspacken.
00:53:42: Also vielleicht habe ich etwas drinnen, was ich bewusst wieder raus tun möchte und da finde ich ja wieder die Methode das hatten wir schon kleine Zettchen zu schreiben und rauszuschmeißen also verbrennen in dem Müll wie auch immer.
00:53:56: Und dann hatte ich noch eine ganz schöne Frage gedacht so auch nochmal zu überlegen Was möchte ich bewusst an meine Kinder weitergeben?
00:54:04: An diesen Erfahrungen?
00:54:07: Also welche Werte, was schätze ich einfach an meiner Herkunftsfamilie so sehr?
00:54:12: Dass ich möchte, dass meine Kinder das auch weiter tragen.
00:54:17: Und dann finde ich – da habe ich eine ganz tolle Frage!
00:54:20: Also das ist jetzt die Abschlussfrage an mich.
00:54:24: oder ist es eine Frage für die Übung?
00:54:26: Das ist noch eine Frage als Abschluss für diese Übung.
00:54:30: Genau.
00:54:31: Woran würden meine Kinder später mal erkennen, dass sie aus meiner Familie kommen?
00:54:37: an dem Toaster neben dem Ess-Tisch.
00:54:42: Der muss immer
00:54:45: da sein!
00:54:45: So ein Pussy-Ding mit
00:54:48: der Toaster,
00:54:48: deswegen wir haben eine Bank zuhause am Esstisch und deswegen habe ich extra noch Steckdosen in die Bank quasi
00:54:56: eingelassen damit der Toester das stehen kann.
00:55:03: Und das ist aber tatsächlich auch ein bisschen meine Abschlussfrage, die Spaßfrage an
00:55:10: dich.
00:55:10: Magst du die schon hören oder willst du noch was sagen?
00:55:12: Nein, gut!
00:55:13: Also,
00:55:15: das ist auch ja Feld mit Art erst ein.
00:55:18: Das habe ich an zwei Tagen vorbereitet.
00:55:20: und jetzt erst die Frage tatsächlich sehr in die Richtung Was ist das typische Bussefamilien-Ding bei dem Du sofort weißt dass haben wir eindeutig von zu Hause?
00:55:30: Ja, das wäre sicherlich der Toaster Der Toaster, der neben dem Heste steht und ja die Liebe zum Brot.
00:55:39: Die trotz allem Betrieb uns nicht vergretzt wurde.
00:55:45: also ich glaube wir schätzen alle gutes Brot und da kann noch so sehr low carb und so kommen das Brot wird uns keiner weg nehmen.
00:55:54: Und auch so die Auch sehr kritisch zu sein.
00:55:57: Also wenn man dann im restaurant So ein labriges aufpackbar get bekommt dass immer dann glaub ich alles ein bisschen Beleidigt?
00:56:05: Das sind sicherlich die Dinge.
00:56:10: Vielleicht ist auch
00:56:11: etwas kritisch sein, sehr familierbedingt.
00:56:15: Da weiß ich nicht, ob das nicht auf sehr gesellschaftlich kritisch war.
00:56:18: Was meinst du mit kritisch?
00:56:21: Ich erinnere mich an unsere Mutter, die dann im Restaurant durchaus ein Feedback bietet.
00:56:26: Ach so!
00:56:28: Dass man dann auch kritisiert oder eben diese Kritik weitergibt.
00:56:32: Vielleicht hat sie das ja von ihrer Schwiegermutter gelernt.
00:56:38: Ich finde, wenn was die stimmt, darf man das auch sagen?
00:56:40: Das ist ja auch... Man
00:56:43: kann auch einfach manchmal höflich sein
00:56:46: und einfach kein Trinkgeld geben.
00:56:51: In diesem Sinne eine lange Folge geworden!
00:56:54: Ich hoffe es hat euch Spaß gemacht uns zuzuhören.
00:56:57: wir freuen uns über euer Feedback Und dann hören wir uns nächste Woche wieder.
00:57:03: Ja, ich freue mich.
00:57:05: Bis nächste Woche!
00:57:06: Tschüss!
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