7. Geschwister
Shownotes
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In unserer Folge über Geschwisterbeziehungen und Geschwisterkonstellationen haben wir darüber gesprochen, welchen Platz wir in unserer Familie einnehmen – und welche Rollen daraus entstehen können.
Deshalb gibt es heute endlich die passende kleine Übung für euch.
Nehmt euch ein paar Minuten Zeit und schaut einmal auf eure eigene Geschwistergeschichte:
✨ Wo standet ihr in der Geschwisterreihe? ✨ Welche Rolle hattet ihr in eurer Familie? ✨ Was wurde von euch erwartet? ✨ Welche Rolle habt ihr euch vielleicht selbst gesucht? ✨ Und was hat euch diese Rolle ermöglicht – und was hat sie euch vielleicht gekostet?
Und dann wird es richtig spannend: Wie würde euer Geschwister eure Rolle beschreiben?
Denn vielleicht haben wir dieselbe Familie erlebt – und trotzdem ganz unterschiedliche Geschichten darüber.
Transkript anzeigen
00:00:02: Herzlich willkommen bei Zwischenbrotdosen und Business.
00:00:06: Zwei Schwestern, zwei Familien – Alltag ohne Karriereglitzer!
00:00:10: Wir sind Lisa & Rike, zwei Schwesten mittendrin im ganz normalen Familienwahnsinn.
00:00:15: Bei uns gibt es ehrliche Einblicke in unseren Alltag zwischen Kita, Schule, Vorprobatät und Mental-Load.
00:00:21: Lisa bringt als systemische Familienberaterin ihr Fachwissen mit ein.
00:00:25: Ganz ohne erhobenen Zeigefinger.
00:00:28: Achtet gemütlich, schnappt dir einen Kaffee.
00:00:30: Jetzt gibt's eine neue Folge.
00:00:33: So, hallo!
00:00:34: Guten Morgen Lisa.
00:00:36: Dich zu sehen und zu hören... Ja ich hab das Gefühl es ist so viel passiert und ja ich weiß überhaupt nicht was bei dir so los ist.
00:00:45: und bei mir weiß
00:00:45: ich auch nicht was los ist.
00:00:48: Bist du gar nicht zu Hause?
00:00:50: Ich bin zuhause immerhin.
00:00:54: Aber ich muss mit dir zusammensortieren, was eigentlich so los ist.
00:00:57: Und dachte, ich lass euch alle mal dran teilhaben.
00:01:00: Dann geht man an zu sortieren!
00:01:05: Also diese Woche war total wuselig und ich glaube der Schwerpunkt lag darauf dass ich gestern morgen um acht Uhr zur Arbeitsagentur musste und die meine Bewerbungsunterlagen durchgeschaut haben und ich total aufgeregt war weil ich nicht wusste okay was erwartet mich jetzt da?
00:01:24: Da hört man ja sehr unterschiedliches, wie viel Druck aufgebaut wird.
00:01:29: Ob man sich auf Fremddisziplin bewerben muss und so.
00:01:33: Und das hatte sie dann auch mal kurz zwischendurch angedeutet.
00:01:37: Ob ich mir vorstellen könnte in einem anderen Bereich zu arbeiten?
00:01:41: Dann habe ich aber auch gesagt, naja... Ich bin schon recht gut qualifiziert und dass das eher weniger Sinn machen würde.
00:01:48: Das hat sie dann total gut.
00:01:51: nachvollziehen können.
00:01:52: und ja, aber ich merke einfach das mein Ja.
00:01:55: Wir hatten es letzte oder vorletzte Folge noch dass ich ja noch ein ganzes Jahr habe und mir das auch nehme.
00:02:02: Aber dieses Jahr schreitet ganz schön schnell in großen Schritten den Ende zu Und ich meine so Bewerbungsprozesse brauchen ja auch ein bisschen Vollaufzeit und vielleicht kannst du uns da gleich nochmal dran teilhaben lassen Genau.
00:02:16: Und dann habe ich gestern mit dieser ... die total nett war, wirklich eine total nette Beraterin ein bisschen auseinander geschlüsselt wie ich denn auf Arbeitsstunden komme und wie die Kinderbetreuung so aussieht in der Zeit und so... dass das alles irgendwie nicht so cool klappt.
00:02:33: Wenn man das wirklich mal durchgesprochen
00:02:35: hat, also wie viel Zeit sind die Kinder in der Betreuung?
00:02:39: Dann hast du einen Arbeitsweg und dann hast du Pausenzeiten.
00:02:43: Genau wieviel Zeit bleibt dann eigentlich noch übrig für eine Erwerbsarbeit?
00:02:47: Das habt ihr mit dir angeschaut!
00:02:50: Ja, da also grob einmal drauf geschaut.
00:02:52: Also weil ich immer sage ich kann fünfzehn Stunden arbeiten das ist tief gestapelt es geht auch noch ein bisschen auszudehnen aber genau aber es wäre realistischer also wirklich wo ein bisschen puffer bleiben könnte für mal einen freien tag oder sowas.
00:03:11: Also das ist halt bei meinem Arbeitsbereich auch noch so ein bisschen schwierig mit Homeoffice.
00:03:15: Je nach Einsatzgebiet sage ich jetzt mal, ist es mehr oder weniger möglich.
00:03:21: Teilweise halt gar nicht weil man direkt im Klienten Kontakt ist was ich ja total gerne mache.
00:03:27: aber klar wenn ich jeden Tag weg sein muss ist das auch nochmal eine andere Beanspruchung und eine andere Unflexibilität.
00:03:37: Absolut, ja.
00:03:38: Genau und einfach.
00:03:40: am vierundzwanzigsten zwölften glaube ich endet mein armerzlosen Geld.
00:03:46: Schönes Weihnachtsgeschenk.
00:03:48: Genau genau und ab da anfalle ich einfach echt also auf null runter.
00:03:53: Ich muss mich Familien versichern lassen damit ich krankenversichert bin.
00:04:00: Und dann ist wirklich also wir sind jetzt in dem Jahr schon ordentlich an unsere Reserven dran gegangen und also jeden, jeden Monat den ich dann quasi nicht in Erwerbsarbeit bin plündert unser Konto extremst.
00:04:15: Und da müssen wir jetzt auch einfach nochmal durchrechnen können wir das uns im Januar-Februar noch mal leisten?
00:04:19: damit wird die größte Krankheitsphase noch überbrücken können.
00:04:24: oder fange ich wirklich zum ersten zwölften schon wieder an, weil wir auch im Winter noch mal zwei Wochen Urlaub machen?
00:04:31: auf jeden Fall.
00:04:32: Der ist gebucht so und macht es dann vorher anzufangen danach anzufang.
00:04:37: Ja
00:04:38: genau aber eigentlich war ja der Ausgangspunkt dazu.
00:04:40: gesagt hast du musstest morgens um acht da sein und das hat glaube ich auch euren Familienstaatsrecht durcheinander gewürfelt richtig?
00:04:47: Ja ja genau also morgens früh.
00:04:50: die Kinder kennen's halt gerade gar nicht dass ich dass mein Mann die Morgen-Schicht quasi macht.
00:04:58: Das hat dann im Endeffekt richtig gut geklappt, aber ich muss um viertel nach sieben aus dem Haus und das war schon einmal da hängen so beide Kinder an mir dran und ich glaube, das kann jede Mutter sehr, sehr gut nachvollziehen.
00:05:10: dieses Gefühl jetzt okay... Ich muss gehen!
00:05:16: Und dann gab's einen Ausnahmefrühstück.
00:05:21: Ich hab jetzt ganz viel Toast-Content eingespielt bekommen, alle Mütter beschweren sich warum Toast denn so'n schlechten Ruf hat.
00:05:30: Lass uns Toast wieder Toast sein!
00:05:33: Genau, dann gab es Toast und mit dem süßen Schokoladenaufstrich für die Kinder als Comfort Food Start und dann war das alles auch kein Problem.
00:05:43: Die sind dann gut gestartet und für mich hat sich es tatsächlich ganz schön angefühlt, dann ins Auto zu steigen wegzufahren.
00:05:50: Und da hatte er dann auch noch mal zehn Minuten durchzuschnaufen.
00:05:55: Das war der angenehme Teil des Termins.
00:05:57: So
00:05:57: den Trubel einfach mal hinter sich zu lassen?
00:05:59: Ja
00:06:00: sehr schön!
00:06:01: Genau.
00:06:04: Und dafür musste ich halt auch noch Bewerbungsunterlagen vorbereiten ausdrucken Ausgedruckt musste ich den mitbringen, dann musste ich unseren Drucker
00:06:11: erst mal entstauben.
00:06:13: Ja nach dem Umzug war der noch nicht wieder in Betrieb genommen worden aber er hat es auch gemacht echt!
00:06:20: Ich bin stolz auf ihn.
00:06:24: Genau jetzt habe ich schon so viel erzählt.
00:06:26: wie ist das denn bei dir?
00:06:27: Wie ist der Stand der Dinge?
00:06:29: Wir sind mit dem Großen immer noch sehr... angespannt, sage ich jetzt mal.
00:06:36: Also es geht bei uns ja jetzt schon mit großen Schritten auf die Ferien zu.
00:06:39: Am Freitag ist schon letzter Schultag hier und das ist... Ich glaube sieben Wochen waren es von den Sommerferien und das is wirklich kurz!
00:06:48: Und trotzdem habe ich das Gefühl, dass alles schon wieder auf dem letzten Loch geht.
00:06:52: Der kleine ist eigentlich ganz gut drauf der hat viel Energie aber der große hatte eben auch noch ein paar Prüfungen nagt an seiner Substanz und wir merken, dass einfach die Wutausbrüche halt auch mit elf Jahren immer noch wirklich da sind.
00:07:09: Und immer wieder kommen und einfach so als Zeichen der Überforderung – und da ist es halt so schwierig, auch als Mama zu sagen hey auf der einen Seite ich verstehe dich und du leidest und auf der anderen Seite okay und jetzt müssen wir halt irgendwie die Körner zusammen sammeln und halt noch für die Prüfung lernen weil sonst wird's halt gar nichts!
00:07:29: Also er muss schon auch viel lernen und das ist schon, es fordert nicht sehr so einfach emotional.
00:07:35: Und was ich jetzt auch nochmal für mich reflektiert hatte im Gespräch gestern mit einer Fachperson die uns mit den Kindern betreut dass er ja eine Schulreise hatte also in der dritten Schulwoche war ne Klassenfahrt und da waren sie halt, das hatte ich glaube ich auch erzählt, dass er sich da sehr schwer getan hat damit zu fahren.
00:07:57: In allerletzter Sekunde quasi hat sich das Blatt gewendet und er ist mitgefahren.
00:08:04: Aber ich glaube auch so, also das kam mir gestern so, dass ihn diese Woche viel Kraft gekostet hat durch diesen sozialen Kontext.
00:08:14: Und das hatte ich bisher nicht so auf dem Schirm.
00:08:16: Ich könnte mir vorstellen, dass es einfach seinen Akku grundlegend recht beansprucht hat.
00:08:24: auch ein Grund, warum es momentan sehr schwierig ist.
00:08:30: Aber ich frage mich dann also klar das ist ja total verständlich und ich glaube das kann jeder nachvollziehen.
00:08:35: und gleichzeitig frage ich mir was können wir diesen Kindern die eben so Akkus haben die soziale sehr schnell erschöpft sind?
00:08:43: Das kenne ich ja von unserem großen Kind auch Die kamen auch gestern Ich habe sie von der Schule abgeholt war so ganz wie High.
00:08:52: Also mit großen Mädels und ... Und ich hab gemerkt, okay, sobald wir hier zu Hause ankommen, dann brauchst du die nur antippsen und es wird in die Luft gehen.
00:09:03: Das ist ja auch jetzt auf kleineren Zeitraum beschränkt also eine Klassenfahrt ist natürlich noch mal viel intensiver.
00:09:11: aber gleichzeitig frage ich mich was können wir den Kindern mitgeben damit irgendwie diese soziale Erschöpfung verkraftbar ist?
00:09:20: Absolut und wir hatten ja vorher auch schon darüber gesprochen.
00:09:24: Wir hatten ja extra eine Ausnahme Regelung, dass er seinen Tablet mitnehmen durfte auf die Fahrt weil ihm das selber schon klar war ich brauche mein Rückzug, ich brauch meine Geschichtenzeit und hatte es eben in der Lehrerin besprochen.
00:09:36: Das Tablet ist nicht online, das hat kein Social Media, kein nichts unter ihrer Verwaltung das Tablet auch benutzen kann und so seine Rückzugsmöglichkeiten hat.
00:09:48: Das war sicherlich schon mal eine sehr, sehr gute Anfang und dann natürlich grundsätzlich auch ihn zu stärken und dass es erst gar nicht soweit kommt, dass es ihn so beansprucht.
00:10:01: Und ich glaube, das ist halt auch ein Lernprozess wo ich aber vielleicht noch nicht den weiß letzten Schluss habe wie wir die Kinder da stark machen können.
00:10:13: Ja,
00:10:14: ich denke auch dass es also Entwicklung da einen ganz großen Aspekt dazu beiträgt.
00:10:20: Eben das selber zu lernen was brauche ich denn um über so eine Zeitraum fit zu bleiben und gleichzeitig einfach auch die hier in Entwicklung da einfach auch Ressourcen nach und nach freischaltet, dass das alles besser verkraftbar ist.
00:10:36: Und dann gibt es ja auch ... im Erwachsenenalter gibt's ja Menschen die können besser sozial sein in welchem Feld das schwerer oder ist anstrengender also... Auch das ist ja total okay!
00:10:47: Ja und dann gehts bei mir eben auch mit großen Schritten in Richtung neuer Job hoffentlich.
00:10:54: Da hab ich morgen spannende Termine und die spannende Situation ist eigentlich, relativ frei bin, diese Stelle wenn das denn so klappen sollte und die selber gestalten kann.
00:11:06: Also dass ich selber sagen kann was braucht es in dem Unternehmen gerade von mir?
00:11:12: Und auch Pensum im Prinzip selber gestalten kann.
00:11:16: und das ist grad sehr sehr spannend weil sie halt so dieses Engelchen und das Teufeltchen was wir auf der Schulter sitzen.
00:11:24: Ich weiß gar nicht, wer wer ist.
00:11:25: Aber die eine Seite, die sagt so hey ja lass uns Gas geben und das ist so ne tolle Chance und dann machen wir dies und das und jenes Und am besten direkt ab morgen und Lass uns alles andere känseln.
00:11:39: Die andere Stimme die eben sagt Ja pass gut auf dich auf schütze deine ressourcen Energiereserven, die halten nicht für immer.
00:11:47: Das wissen wir alle und es gibt viele Bereiche und ich möchte auch für meine Familie noch genug Energie übrig haben, sodass sich da gut schauen muss, meine Ressourcen zu schützen.
00:11:59: Und da bin ich gespannt.
00:12:00: also da werde ich heute nochmal dran arbeiten weil ich morgen eben den Termin hab wo ich meinen Vorschlag machen darf.
00:12:09: Ah okay!
00:12:10: Morgen, morgen geht's dann.
00:12:12: Also darfst du quasi deine Stelle pitchen bei deinem zukünftigen Chef?
00:12:15: Genau und
00:12:16: entweder werde ich hochkrant rausgeschmissen oder es geht weiter.
00:12:19: mal sehen.
00:12:22: Das ist ja auch echt total spannend dass das so möglich ist.
00:12:29: Mal schauen ob es wirklich so geht.
00:12:31: also das ist jetzt gerade noch so.
00:12:32: meine Hoffnung
00:12:34: Ja, ja.
00:12:35: Und was wäre das also für ein Bereich?
00:12:37: Kannst du dazu etwas sagen
00:12:38: oder...?
00:12:38: Würde ich gerne momentan noch nicht weiter bis zu sagen.
00:12:40: Okay okay na klar kann ich gut verstehen.
00:12:46: Ach mann!
00:12:47: Das ist echt was Ich bin auch... Ich habe mir heute morgen vorgenommen als ich dann so auf dem Fahrrad saß.
00:12:53: Ich möchte jetzt gute Laune haben.
00:12:56: Also so, ne?
00:12:57: Die Kinder... also wirklich die haben geschrien mit dem aufwachen... die waren irgendwann noch nicht mehr auf und sie haben losgeschrien.
00:13:03: Und ich dachte mir so nee aber ich lass mich davon nicht den Tag verderben!
00:13:07: Ich möchte jetzt einfach gute Laune haben und ich neige vielleicht auch manchmal dazu selber ein bisschen.
00:13:13: Aber ich bin so schlecht und alles ist so doof!
00:13:16: Ich bin das ärmste Schwein!
00:13:18: Ja, das ärmerste SchweIN!
00:13:19: Ich muss da kurz einen Einwurf machen.
00:13:21: Wir hatten früher in der Familie das ärmmste SchweIn.
00:13:25: Wir hatten dann immer so, alle haben sich am Tisch beklagt und dann hieß es oh ja du bist doch wirklich das ärmste Schwein.
00:13:31: Und ich habe dann irgendwann mal ein Schleichtier gekauft, ein Schleichschweinchen, sodass man halt quasi wie ein Pokal das Ärmste-Schwein vergeben konnte.
00:13:41: Also Lisa
00:13:42: heute hast Du's?
00:13:42: Ja heute!
00:13:44: Aber ich hab sie abgeschüttelt, also ich habe gesagt... Nein Ich wills nicht haben.
00:13:50: Heute will ich einfach gute Laune haben und es ist wieder Zucht drauf auf dem Tag, aber das ist doch cool.
00:13:56: Die Sonne scheint.
00:13:57: Es sind mega tolle Temperaturen und es alles gut!
00:14:01: Ich will jetzt einfach eine gute Launa haben und ich freue mich total hier mit dir zu sitzen und jetzt die Zeit sich zu nehmen dass wir beide was Cooles machen und habe wirklich sehr aktiv beschlossen auch wenn mich jemand fragt wie's mir geht?
00:14:14: Mir gehts einfach richtig gut
00:14:17: Wenn man die Mundbickel nach oben, das gibt dem Hirn ja auch ein Signal.
00:14:22: Das alles Gutes.
00:14:24: Genau.
00:14:25: Soll ich einfach mal selber anlächeln?
00:14:27: Es gibt doch dieses Lach-Joghurt.
00:14:29: Ich weiß nicht, was für mich wäre.
00:14:31: Ein
00:14:33: bisschen merkwürdig.
00:14:35: Ich glaube wenn man da einmal über seinen Schatten springt, glaub' ich geht dass wie Tanzen!
00:14:40: Wenn man einmal los tanzt dann geht's aber bis dahin ist es scheinbar etwas merkwürdiger.
00:14:47: Ja, wir hatten
00:14:48: uns heute ein Thema vorgenommen.
00:14:49: Wir wollten uns mit den Geschwistern auseinandersetzen.
00:14:52: Genau!
00:14:53: Thema Geschwisters.
00:14:54: Ich weiß gar nicht genau wo man da so richtig anfangen soll weil es ja eigentlich in so vielerlei oder Hinsicht relevant ist.
00:15:03: also einmal für uns wir haben Geschwester wie beide sind Schwestern.
00:15:07: ich glaube das ist cool.
00:15:10: Das ist auch ein Aspekt so wie wir hier miteinander sprechen.
00:15:12: Wir haben eben schon gewitzelt bevor wir hier mit der Aufnahme gestartet haben weil Lisa hatte technische Probleme und sagen, okay dann nehm ich halt die Geschwisterfolge einfach alleine auf.
00:15:24: Ja!
00:15:26: Ich glaube deine Perspektive zählt auch nur.
00:15:28: also ich meine die zweite ja hat da sowieso nichts zu melden.
00:15:32: Die erste Borene hat immer recht.
00:15:34: Das heißt ich kann das hier einfach erzählen.
00:15:37: Aber natürlich auch wir als Mütter Wir haben beide Kinder, wir haben
00:15:42: uns
00:15:43: glaube ich auch nicht sehr bewusst dafür entschieden mehr als ein Kind haben zu wollen.
00:15:48: Um eben auch dieses Geschwister-Ding für die Kinder zu haben und es hat zum Glück auch so geklappt wie wir uns das vorgestellt haben.
00:15:58: ja und von daher bin ich ganz gespannt wie wir das jetzt hier sortieren.
00:16:04: Ja ich glaube ich würde total gerne erstmal auf uns Gucken als Geschwister, wie wir das so erlebt haben.
00:16:10: Was einfach, wie sich das für uns angefühlt hat?
00:16:13: Weil es hat ja auch sehr unterschiedliche Phasen gegeben.
00:16:18: Also man kann schon sagen dass wir uns im wahrsten Sinne des Wortes die Köppe eingeschlagen haben und ich weiß nach wie vor nicht wie heftig andere Familiengeschwister streiten Aber wir haben richtig krass gestritten.
00:16:35: Und also ich glaube, wir beide untereinander ... Ich mit unserem nächsten jüngeren Bruder und dann... Also mit dem ganz kleinen musste ich nicht mehr streiten.
00:16:43: Nicht
00:16:43: auch nicht!
00:16:44: Aber die zwei Jungs haben dann noch heftig gestrittet.
00:16:47: Da erinnert mich auch noch daran wieder gegen die Wand getreten wurde und so Sachen.
00:16:54: So gebollert.
00:16:58: Wir haben verbal gestritten, aber auch körperlich.
00:17:02: Also wir haben uns wirklich verkloppt und wehgetan.
00:17:08: Ich glaube, dass man zwischendurch schon dachte ... Die werden sich später sobald sie die Chance haben nicht wieder anschauen!
00:17:18: So war es dann ja nicht?
00:17:21: Genau eben.
00:17:22: Sobald wir ausgezogen waren nach dem Abitur, ich zum Abiturt hin sind gleichzeitig ausgezogen und ab da an war es, also schon vielleicht ein bisschen früher.
00:17:34: Dass ich schon auch viel mit dir die Chance genutzt habe rauszugehen.
00:17:38: Und
00:17:39: dich mitgenommen auf Party?
00:17:41: Aber wirklich so der große Umruch kam tatsächlich mit dem Auszug und das finde ich auch zum Teil ein bisschen unfair für unsere Eltern muss ich sagen weil halt da fliegen die Fetzen und sobald wir weg sind ist eitel Sonnenschein.
00:17:54: da denkst du ja auch sag mal Geht's noch?
00:17:58: Und das ist auch ein Aspekt, den ich selber total ausgeblendet habe.
00:18:01: Ich weiß es auch nicht!
00:18:02: Ich wollte gerne zwei Kinder haben und ich wollte gerne Geschwister haben... ...und ist vielleicht auch Biologie.
00:18:09: aber ich hatte dieses Streiten trotzdem komplett ausgeblended.
00:18:14: Also irgendwann fing das dann halt an wo die dann im gewissen Alter waren und dann ich so ja stimmt Sag mal also wieso hab' ich das nicht bedacht?
00:18:28: Ja, das ist... also unsere Streiten nicht so.
00:18:32: Ich glaube weil die große insgesamt ein bisschen wie sagt?
00:18:38: Also die hat... Ich will das nicht negativ bewerten, aber sie ist eine Einzelgängerin eher.
00:18:44: Also die hat auch ... Die liebt im Bruder total absolut und gibt auch total Rücksicht auf ihm.
00:18:50: Und also sobald irgendwas mit dem Bruder ist wird immer so darauf Rücksich genommen.
00:18:56: Aber es ist ein bisschen ... Sie war nie die große Schwester, die so mit Puppen gespielt hat.
00:19:01: Und die sich so Babykuschel-Wuschel da so ne?
00:19:05: Das war sie nie.
00:19:07: Und dadurch... macht sie auch eher so ihr Ding.
00:19:10: Und oft, wenn der Kleine dann so diesen Kontakt sucht, entzieht sie sich eher.
00:19:17: Aber also auch phasenweise.
00:19:19: Also manchmal muss man auch wirklich aufpassen, dass die einfach getrennt werden und ich glaube auch da gibt es noch Luft nach oben, wer weiß was dann noch kommt.
00:19:29: aber jetzt gerade ist sie vom Typus eher so... Ich gehe dem aus dem Weg.
00:19:35: Also von den Bedürfnissen her ist das schon auch ähnlich bei uns, dass der Große es eher auf Rückzug.
00:19:40: Da ist nicht in Ruhe und ich will ihn mein Zimmer auch so generell.
00:19:44: Und der Kleine ist halt der, der den Kontakt sucht und entweder halt im Positiven oder er will dann dabei sein mit dem Zimmer.
00:19:52: Das findet der Großdorf.
00:19:55: Oder er will halt so beim Rudel sein, der Kleiner also der ist nicht gerne... Alleine im Gegensatz zum Großen.
00:20:02: Und das ist auch interessant, weil der kleine ist auch oft der, der manchmal so tritzen muss?
00:20:08: Also der dann einen Streit auch mal provoziert.
00:20:12: Ja es bei uns auch eher so.
00:20:15: Gut aber vielleicht dann
00:20:16: vorbei gehen ein Mitgibt.
00:20:21: Gut, aber vielleicht können wir mal weg von dem Streithema gibt ja auch noch andere Aspekte.
00:20:26: was das Geschwister sein angeht
00:20:28: Ja, ich habe dann so ein bisschen Persönlichkeits-Tendenzen.
00:20:32: Man sagt ja die Erstgeborene ist besonders verantwortungsvoll.
00:20:38: Dann kommt das erst mal das Jüngere bis das dritte Kind geboren wird oder nicht?
00:20:42: Ist das zweite ja das jüngste Kind und das jüngste Kind ist eher so ein Bisschen Prinz, Prinzessin, wird ein bisschen verwöhnt und verhetschelt.
00:20:55: Das erste Kind soll ja auch so den Weg frei räumen oder verändert ihr auch erst mal die Paar-Dynamik.
00:21:01: Da kann man ja schon anfangen, also Mama und Papa das Paar, die Eltern werden ja erstmal mit dem ersten Kind.
00:21:08: Das verändert sich.
00:21:10: Dann kommt das zweite dazu, das kennt schonmal okay dann ist es schon mal dieses Familienstruktur sie sind schon mal da.
00:21:18: Kommt da ein bisschen mehr in ein gewohntes Feld Und kann aber, also das mittlere Kind ist ja das einzige wo der die Position sich verändert wenn noch mal ein drittes Kind dazu kommt und dann so zum Sandwich-Kind wird.
00:21:35: Aber ich dachte wir könnten nochmal... Also hast du so deine Rolle als Älteste?
00:21:39: Würdest du sagen du bist eine verantwortungsvolle Fürsorgende und die so mehr Regeln und Kontrolle erlebt hat.
00:21:49: Also ich hab schon den Eindruck, dass sich viel Verantwortung früh übernommen hat.
00:21:54: Und das auch ... jetzt immer noch in mir trage so diese Prägung sag' ich mal und dass ich da aber auch immer mal so das Bewusst auch wie abschütteln möchte.
00:22:10: also dass ich dann auch manchmal ein bisschen brüst vielleicht bin wenn ich sage, das ist mir jetzt grad zuviel Ich bin nicht so eine kümmernde Verantwortungsvolle.
00:22:22: Also ich bin jetzt nicht diese, oh und komm mal her und alle zu mir Und ich bin hier
00:22:27: eure
00:22:28: Mama-Henne Sondern eher dieses, ich mach das, ich organisiere alles, ich kümmere mich dass es allen gut geht Aber dann eher ein bisschen straight sag' ich mal Vermisster vielleicht auch selber manchmal so meine Herzlichkeit, würde ich sagen.
00:22:48: Das muss sich jetzt nicht unbedingt... Also mit meinen Kindern habe ich natürlich dann eine andere Rolle als Mutter.
00:22:54: aber einfach wenn ich das jetzt mal so als älteste Schwester mal überlege und auch wie sie sich das in meinem Charakter so manifestiert haben also so nehme ich das war ich weiß nicht wie du das bei mir wahrnimmst.
00:23:07: Ja also ich würd aussagen dass du gerne organisierst Und auch für uns, immer für unsere Geschwister alles organisieren würdest.
00:23:18: Ich glaube wenn man dein Herz kriegt dann ist es total schön aber du weißt das auch manchmal wegzupacken und in diesen Organisationsmodus zu gehen.
00:23:30: So erlebe ich das.
00:23:33: Ja, ich glaube auch da ist die Distanz total gut dass wir das so... Ich glaube, da kriege ich dein Herz besser.
00:23:43: Weil die Verantwortung
00:23:43: nicht so.
00:23:44: da ist es klar du bist für dich selber verantwortlich.
00:23:47: Ich muss dir nicht deinen Alltag organisieren sondern den Organisierst du dir sehr gut selber und dann kann man sich auf einer anderen Ebene miteinander einlassen
00:23:58: Und ich glaube schon, dass wir... vielleicht zieht sich das auch durch alle Geschwister dadurch.
00:24:04: Das kann ich jetzt nicht, da können wir ja nicht für unsere Brüder sprechen aber ich mich auch sehr schnell viel verantwortlich für Emotionen fühle also sowohl für unsere Eltern als auch vom Geschwester als auch in meinem Job natürlich.
00:24:17: vielleicht habe ich auch deswegen diesen Job dass ich da sehr diese fürsorgliche emotionale Versorgerin bin.
00:24:26: Und das ist ja auch schon spannend, weil das sagt man in der Geschwisterforschung oder in dieser Interpretation, dass man sich immer so eine Nische sucht und übernimmt eine Rolle, eine Fähigkeit die noch nicht
00:24:41: besetzt ist.
00:24:43: Genau!
00:24:45: Und das zeigt sich ja auch sehr in unseren Berufen wieder, also dass du eher die Strukturierende bist und da in den Berufen gelandet bist.
00:24:57: Und ich halt einen fürsorglichen Ruf gewählt habe.
00:25:01: Das ist schon spannend!
00:25:05: Aber genau, man muss halt sagen auch an dieser Stelle nochmal dass wir da nicht für unsere Brüder reden können und da auch ein bisschen so einen Cut ziehen.
00:25:13: Also es gibt noch die beiden Jungs und da gehen jetzt beide nicht auf so intensiv auf den Beziehung eins sondern wir sprechen hier bei uns und über unsere Kinder Und in der Theorie mal über Drittgeborene und Viertgeborener.
00:25:25: aber das heißt nicht Dass das so ist.
00:25:27: ich glaube Das ist sowieso ganz wichtig.
00:25:29: Ich erzähle gleich noch ein bisschen was zur Theorie immer Tendenzen und keine Persönlichkeiten, die daraus zwangsläufig erwachsen.
00:25:38: Weil jeder kann natürlich auch entscheiden ich will eine Rolle abgeben also so ne?
00:25:44: Und sagen okay jetzt war ich immer die, die fürsorgend war und die Pläne geschmiedet hat oder so.
00:25:50: aber das möchte ich jetzt nicht mehr und ich lege das ganz bewusst an Traktor.
00:25:56: Also da sind wir alle frei.
00:25:57: Ja
00:25:58: es ist glaube ich nicht immer so leicht das so einfach abzulegen wenn's halt so tief drin geprägt ist.
00:26:03: Aber zumindest mal darüber reflektieren hilft einem ja schonmal.
00:26:06: und was sicherlich auch noch eine Rolle spielt, es auch der Abstand.
00:26:10: also habe ich einen Geschwister mit zwei Jahren Abstand oder hab ich ein Geschwester mit fünf oder sogar noch mehr jahrenabstand?
00:26:17: dadurch entwickeln sich ja auch ganz andere Möglichkeiten.
00:26:21: als ich denke an Freunde wo?
00:26:23: die haben ne Tochter und dann nach fünf Jahren haben sie noch nen Sohn bekommen und die Tochter ist auch so eine sehr fürsorgliche Und die hat sich mit aller, aller Liebe um diesen kleinen Bruder gekümmert und konnte natürlich dann auch schon Aufgaben übernehmen.
00:26:37: So wie sie das wollte.
00:26:39: Das kommt nicht in Frage wenn sie eineinhalb ist.
00:26:42: Da kann sie das gar nicht.
00:26:45: Ja auf jeden Fall.
00:26:47: Also das ist auf jeden fall nochmal ein wichtiger Aspekt dass dieses einen bis zwei Jahre Abstand die wir ja... Ne wir haben zwei bis drei ne?
00:26:57: Aber
00:26:57: ganz zwei
00:26:58: Jahre Ihr habt nichts ganz, weil wir haben gut zwei Jahre Abstand und das ist natürlich also die Spielwelten sind dann sehr ähnlich.
00:27:06: Und die Entwicklungsphasen und auch dass man sich teilweise eine Betreuungseinrichtung teilt als Geschwisterkinder aber natürlich emotional noch viel instabiler sind und man sich als Eltern viel mehr um beide kümmern muss.
00:27:23: Und dadurch halt auch ein Kind immer eher zurückstecken muss oder kurz warten muss, das hat man bei einem größeren Altersunterschied dann nicht so.
00:27:32: da ist also die emotionale Stabilität schon eher gegeben.
00:27:36: Und wie du sagst, dass bei dem Beispiel ... Dann können die Größen gut warten!
00:27:41: Die können auch selber auf die Toilette gehen all solche Sachen wenn du zwei wirklich Kinder hast.
00:27:49: Da habe ich ja auch immer gesagt, also nachdem ich das bei dir erlebt hatte... Ich habe immer gesagt ich will nicht zwei Kinder gleichzeitig wickeln!
00:27:55: Das hat doch nicht
00:27:56: ganz geklappt.
00:28:00: Aber es ist natürlich wir haben ja untereinander diese drei Jahre Altersunterschied und ich glaube da fängt das so langsam an dass man sagen kann okay das ältere Kind kann schon mal verstehen, dass das Baby jetzt mehr Hilfe braucht.
00:28:22: Aber gleichzeitig ist es natürlich auch dann, dass Eltern eher dazu neigen zu sagen ja du bist ja schon groß, du kannst das
00:28:29: alleine.".
00:28:30: Was
00:28:30: aber vielleicht eigentlich noch nicht
00:28:31: so ist?
00:28:35: Also ich habe jetzt schon, auch als ich dann unser jüngeres Kind so beobachtet habe, dachte ich schon so wow!
00:28:41: Was das ältere Kind in dem Alter schon alles machen musste.
00:28:45: Alleine machen musste weil es einfach das nächste Baby gab und wo er jetzt irgendwie ja einfach noch eine Verwöhnenrunde extra kriegt.
00:28:56: Ja genau Und man sagt irgendwie, bei diesen ab fünf Jahren Altersunterschied ist es wie ein Einzelkind von der emotionalen Umsorgung die die Eltern leisten können.
00:29:11: Das finde ich ein bisschen schwierig weil trotzdem haben ja ... Die Eltern haben ja schon einen Kind Die haben also auch das Learning, wie funktioniert es und so.
00:29:21: Und es gibt ja trotzdem auch das größere Geschwisterkind.
00:29:24: Wie du sagst, dass sich dann eventuell mit kümmert und so... Aber vielleicht ist es in der Geschwistersbeziehung untereinander ein bisschen?
00:29:32: Distanzierte aber muss auch nicht.
00:29:34: Es ist alles kann, aber muss nicht... Ich wollte ja damals tatsächlich meine Bachelor-Thesis gerne über Geschwisterbeziehungen schreiben weil ich das immer schon so faszinierend finde.
00:29:44: Aber das Problem ist und deswegen hat der Professor auch gesagt können wir halt nicht machen dass es dazu keine...es gibt keine richtige Forschung.
00:29:53: also Nee, es ist eher so ein bisschen eine Interpretationssache.
00:29:58: Eine Auslegungssache kann, muss aber nicht und eher so einen gefühlten Wahrheiten.
00:30:12: Du kannst das nicht isolieren?
00:30:13: Das ist wahrscheinlich das.
00:30:14: Also du kannst nicht ein Aspekt...
00:30:16: Die Faktoren
00:30:17: sind so viele Faktore, die mit rein spielen, dass man's nicht darauf zurückführen kann
00:30:27: Ja.
00:30:27: Und was ja auch spannend ist und deswegen finde ich das auch, habe ich auch die Folge über unsere Herkunftsfamilie.
00:30:35: da hast du ja angefangen zu erzählen und erstmal so Fakten erzählt und ich glaube wenn man mir die gleiche Frage gestellt hätte und ich angefangen hätte zu erzähln wäre das ganz anders gewesen.
00:30:45: und das muss man eben auch sagen.
00:30:46: jedes Kind jedes Geschwisterkind erlebt die Familie ganz anders würde schafft quasi seine eigene Realität und deswegen sehen Erzählungen über die eigene Familie bei jedem Geschwisterkind so anders aus.
00:31:04: Ja, stimmt.
00:31:06: Und gleichzeitig – und das hatten wir ja auch schon – ist so natürlich Familienregeln, Familienwerte eine Art zu kommunizieren.
00:31:16: Das hört man vielleicht auch stellenweise bei uns beiden.
00:31:18: die mit denen wächst man einfach auf und da ist man sich sehr ähnlich und das ist glaube ich schon ein ewig verbindendes Element.
00:31:30: Geschwisterbeziehung.
00:31:31: Das ist die längste Beziehung, die wir im Leben haben?
00:31:34: Darüber habe ich auch nachgedacht in der Vorbereitung der Folge, dass ja ... Wir abwechselnd hintereinander weg unsere runden Geburtstagefeiern, das mir so aufgefallen hat.
00:31:48: Im ersten Jahr wurde ich vierzig.
00:31:50: Im zweiten Jahr wurde unser Jüngster Buddha dreißig und dann wurdst du vier ... oder jetzt dieses Jahr wirst du vierzig!
00:31:56: Also jeder in einem Jahr, weil quasi die Jahrgänge vier, fünf, sechs sind.
00:32:02: Mhm.
00:32:04: Das ist mir noch gar nicht aufgefallen cool.
00:32:05: Ja.
00:32:06: Also ich werd vierzig und er wird dreißig.
00:32:07: Du wirst vierzig jedes Jahr.
00:32:10: Und dann hab' ich das so hoch exerziert... ...und dann habe ich gesagt, ha-ha!
00:32:13: Irgendwann werd' ich hundert und der wird neunzig und du bist hundert.
00:32:16: Weil ich hab ja fest vor dass ich hundert werde.
00:32:20: Okay.
00:32:21: Aber natürlich kommt dann der Gedanke okay aber vielleicht wird er halt auch nicht neunzlich oder du nicht hundert
00:32:29: So dieses,
00:32:31: was dann ja auch... Also klar man begleitet sich ein Leben lang aber man wird wahrscheinlich auch von jemandem mal Abschied nehmen müssen.
00:32:39: Und das ist schon so... Ja genau, es wird noch lange hin sein!
00:32:45: Aber das fand ich auch so...ja hab' ich noch nicht drüber nachgedacht ne?
00:32:52: Das ist einfach, ihr seid immer alle da.
00:32:55: Also, seid genau.
00:32:57: Deswegen kann ich mir das auch überhaupt... Wille ich
00:32:59: gerade
00:32:59: gar nicht vorstellen?
00:33:00: Aber
00:33:01: trotzdem vielleicht noch so ein Gedanke in diese Richtung.
00:33:03: Verlust.
00:33:05: Weil mein Mann ist ein Einzelkind.
00:33:07: Ganz interessant mit dem Haufen Geschwister und er als Einzel Kind.
00:33:11: Das merkt man auch in der Beziehung zum Teil total lustig.
00:33:16: aber wenn jetzt die Eltern verabschieden muss dann können wir das zusammenbetrauern Und er ist dann ganz alleine mit diesem Verlust.
00:33:27: Darüber hatten wir auch einmal ganz kurz gesprochen, aber das finde ich schon auch etwas wo man sagt, dass können wir gemeinsam erleben und uns auch gemeinsam tragen sage ich mal.
00:33:38: Das finde ich dann wieder einen ganz schönen Aspekt.
00:33:40: Aber jetzt muss ich gerade noch eine lustige Geschichte erzählen um die Stimmung rüber zu holen.
00:33:46: und zwar war es bei uns ganz oft so mein Mann und mir Über Jahre, wirklich über Jahre in unserer Beziehung.
00:33:54: Wir haben immer ein schönes Samstagsfrühstück gemacht und am Ende liegt auf dem Brett, da haben wir so einen Käse- und Wurstbrett und dann ist davon einem Käse noch so ein kleines Stück übrig.
00:34:04: Ich
00:34:05: würde dieses Stück Käse gerne essen!
00:34:08: Und frage aber aus Höflichkeit – weil ich ja mit mehreren Geschwistern sozialisiert bin – frag meinen Mann, möchtest du den Käse auch noch essen?
00:34:16: Oder isst du denkäse noch?
00:34:18: Und er, ahja nimmt sich den Käso und isst ihn.
00:34:24: Schade, ich hatte ja den Käse auch kennengelernt.
00:34:27: Und so ging das wirklich lange bis wir dann irgendwann mal rausgefunden hatten.
00:34:32: Mein Mann ist jemand der kann so kleine Reste nicht gut liegen lassen und für ihn war es so.
00:34:39: er kriegt die Frage gestellt, ist du den Käsen noch interpretiert?
00:34:46: Der ist jetzt noch übrig und er will den nicht wieder wegpacken.
00:34:49: Und zwängt ihn sich halt rein, so okay ja gut dann esse ich den halt
00:34:52: noch.".
00:34:53: So macht er dann... Er hätte eigentlich nicht mehr gegessen aber wenn es denn sein muss ist der ihn halt noch.
00:35:00: Das heißt?
00:35:01: Ich hatte den Käse gerne gehabt!
00:35:04: Hab ihn nicht bekommen.
00:35:05: Er wollte den Käsen eigentlich gar nicht haben und hat ihn dann gegessen weil man lässt da nicht so Reste
00:35:11: übrig rumliegen.
00:35:12: das hat er so gelernt Und bis wir das mal rausgefunden hatten, weil bei uns war natürlich immer irgendwie Kampf am Ess-Tisch.
00:35:21: So wer kriegt was mit den Stückchen?
00:35:26: Ich bin ja mittlerweile selbstlos und erwachsen und höflich und biete natürlich meinem Gegenüber das kostbare letzte Stück Käse an!
00:35:36: Das heilige letzte Stück.
00:35:39: So eine geile, ja.
00:35:40: Bist du mit drei Geschwistern groß geworden oder bist du alleine groß geworden?
00:35:43: Und irgendjemand muss halt diesen Scheiß Käse noch aufessen!
00:35:48: Ja und gleichzeitig gibt es doch auch so ein Beispiel von einem Ehepaar das die Oberseite und die Unterseite vom Brötchen teilen sich jeden Morgen einen Brötchern und er denkt immer auch die Ober- seite ist doch die viel bessere und gibt jeden morgen seiner Frau die Ober Seite.
00:36:03: aber und er isst die Unter- seide und dann reden sie halt irgendwie einmal drüber und dann stellt's... Sie mögen es umgekehrt eigentlich viel lieber.
00:36:12: Ja, ist eben eine Geschichte für beide Situationen.
00:36:15: Kommunikation in der Beziehung und aber eben auch so dieses wie was für eine Wahrnehmung hat man auf Essen?
00:36:23: Ja, ja und das Teilen.
00:36:28: Und ich finde es schon auch noch mal interessant was du gerade sagtest so dieses... Auch wenn's jetzt nochmal ein bisschen traurig wird oder ein bisschen tiefer reingeht.
00:36:35: aber wir würden als Geschwistern glaube ich nochmal ein Stück näher zusammenrücken falls irgendwie Abschied von den Eltern anstehen würde.
00:36:45: Ich glaub uns wird das nochmal näher zusammenschweißen ist natürlich nur eine Vermutung ne Idee.
00:36:51: Und gleichzeitig bei meinem Mann überlegen wir auch manchmal, wie es da so wäre unter den Geschwistern.
00:37:00: Ob da dieser Zusammenhalt noch da ist?
00:37:02: Weil die Eltern das verbindende Element sind und ich glaube, dass ist einfach nochmal eine andere Familienkonstellation, eine Entwicklung genau... Es sind die Geschwisters durch die Eltern verbunden oder sind die geschwister untereinander so stark verbunden wie es sich dann weiterentwickeln würde.
00:37:29: Genau, ich hatte eben schon mal so ein bisschen angesprochen dass ich nochmal kurz Persönlichkeitstypen vielleicht auch noch einmal mit Blick auf die eigenen Kinder vorstellen wollen würde.
00:37:40: also nur kurz was man für Zuschreibungen mögliche Erfahrungen an den Kindern Ja, aus der theoretischen Sicht quasi sehen würde.
00:37:53: Also das erste Kind ist halt immer das erste kind dieser Eltern und es verändert das Zusammenleben weil So kann es halt kein weiteres Kind mehr machen.
00:38:05: Das kann nur das erste Kind, ne?
00:38:07: Es kann aus einer Paarbeziehung eine Familie machen.
00:38:11: Es bekommt dadurch sehr hohe Aufmerksamkeit, große Aufmerksamkeit von den Eltern.
00:38:16: Es hat aber möglicherweise auch mehr Regeln und Kontrollen.
00:38:20: Und das sagt man ja so dieses Erste-Kind, das boxt so den Weg frei für alle weiteren.
00:38:26: Und dass kann damit einhergehen, wenn da noch ein Geschwister hin ... kommt, dass es so dieses Gefühl hat groß zu sein und irgendwie sich um andere auch mit kümmern zu müssen.
00:38:41: Genau wenn das zweite Kind kommt dann muss ich dieses ganze System was jetzt bisher zu dritt war muss sich neu sortieren und das finde ich auch... Das habe ich so gemerkt!
00:38:52: Es kommt nicht einfach nur ein weiteres Kind dazu sondern es verändert sich wirklich alles rüttelt ordentlich im System.
00:39:00: Ja, das ist ja auch so ein Glauben, wenn ich einschaffe, schaff' ich auch zwei oder wenn ich zweischaff', schaff'.
00:39:07: Ich auch drei.
00:39:07: und dass es aber jeweils eine so krasse Veränderung ist, hat mich zum Teil überrascht.
00:39:16: Das sagt unsere Mama manchmal, jedes Kind ist einfach ein vollwertige Person und muss als diese gesehen werden und bringt halt komplett das eigene Päckchen mit.
00:39:29: Also kein Kind läuft einfach mit.
00:39:31: Sollte es zumindest nicht, aber
00:39:33: das ist ja auch ein bisschen unfair?
00:39:35: Ja, es ist unfair und ich glaube in der Realität kann es leider oft nicht funktionieren weil eben... Natürlich gibt's also Persönlichkeiten die einfach mitlaufen klar Aber es ist nicht zwangsläufig so Nicht nur weil jetzt ein drittes Kind kriege wird dass einfach zum Mitläuferkind Genau Also was noch ist, wenn ein weiteres Geschwisterkind dazukommt.
00:40:00: Dass das erste Kind eben so die exklusive Position verliert und dann auch sehr ambivalente Gefühle dazugehören, ne?
00:40:09: Also dieses Ich bin nicht mehr allein ich habe eine Schwesternbruder es ist total toll.
00:40:14: Und gleichzeitig jetzt muss sich die Große sein versorgen.
00:40:19: und warum ist meine
00:40:20: Mama genau?
00:40:22: Genau, das wäre jetzt der Punkt gewesen.
00:40:24: Warum Mama und Papa nicht nur noch Zeit für mich haben?
00:40:31: Das dritte Kind wirfelt eben wieder alles durcheinander.
00:40:33: Das hatten wir ja gerade auch nochmal.
00:40:35: Das bisher jüngste zweite Kind wird zum Sandwich-Kind Und man sagt so, Sandwich Kinder.
00:40:42: Also die Zweiten können sehr hohe Selbstständigkeit entwickeln und sich eine Nische suchen und sich außerhalb der Familie orientieren weil sie sagen okay das Große war ja schon immer da, das Kleine ist jetzt das Baby und ich als Mittelriss gucke dann halt mal im Außen was da so geht.
00:41:01: Genau Das jüngste Kind Da werden oft die Regeln lockerer Und sie bekommen sehr viel oder eher wenig Aufmerksamkeit.
00:41:16: Also entweder läuft das Dritte halt so mit, oder ist es eine kleine Prinze?
00:41:20: Eine kleine Prinzessin die dann besonders... Das
00:41:23: Nesthäkchen!
00:41:25: Ja genau.
00:41:26: und was man so Persönlichkeits-Eigenschaften, die man den erst zweit mittleren jüngsten Kindern zu schreibt sind eben die verantwortungsbewussten und lösungsorientierten, die ersten Kinder.
00:41:39: Die zweiten Kinder sind anpassungsfähig sozial.
00:41:42: mittleres Kind diplomatisch sucht seinen eigenen Platz.
00:41:46: das jüngste kind ist oft charmant und kreativ und bekommt aber auch gleichzeitig viel ab.
00:41:52: ich musste so Schmunzel mit der Kreativität dass es wirklich dem Jüngsten Kind so zugeschrieben wird Genau.
00:42:01: Und wenn man noch mal einen ganz kurzen Blick auch auf Einzelkinder wirft, dann hat man oft so die Idee ... Die sind besonders reifte, sind erwachsen, sind besonders perfektionistisch weil sie glaube ich einfach in der Welt der Erwachsenen sich so viel bewegen.
00:42:19: Ja da ist halt weniger Kommunikation mit ähnlich alten also klar alten Betreuungseinrichtungen auch ja.
00:42:30: Also wir hatten da, glaube ich mal als wir noch in der alten Wohnung waren und so haben wir beide uns vielleicht auch mit meinem Mann drüber unterhalten wie wir erst nur ein Kind zu haben.
00:42:41: Und gerade wenn man so in der Stadt lebt und so habe ich schon gedacht wow das hätte schon unglaublich viele Vorteile und eben irgendwie einen Elternteil kann sich viel schneller und öfter rausziehen.
00:42:54: Und dann dachte ich gleichzeitig so, oh mein Gott!
00:42:56: Aber dann hätten wir die andere Persönlichkeit ja nicht bei uns.
00:42:59: Das wäre gleichzeitig auch total traurig wenn es den nicht geben würde.
00:43:03: Den
00:43:03: gab's da schon?
00:43:06: Ja
00:43:06: klar, wenn das Menschlein mal da ist, dann steht das wie nicht mehr zur Diskussion weil eben der gehört zum Konzept.
00:43:13: und klar in der Theorie ist es einfacher und trotzdem kann man natürlich das Menschlei nicht hergeben.
00:43:24: Nee, ja.
00:43:26: Und dann hab ich irgendwie so überlegt noch in dieser Vorbereitung was wäre eigentlich wie wäre ich wohl geworden wenn ich keine Geschwister gehabt
00:43:34: hätte?
00:43:35: Boah krass!
00:43:36: Kann man das sagen oder
00:43:37: kann man das überhaupt?
00:43:38: Ich also... Na, ich glaube schon.
00:43:43: Das ist natürlich total spekulativ aber ich glaube es schon dass es so Persönlichkeitsanteile gibt wo man merkt okay die wurden mehr geformt durch das Zusammenleben und andere die so binnig halt.
00:43:58: Die so wäre auch geworden wenn es euch nicht gegeben hätte.
00:44:03: Aber das ist total
00:44:06: abstrakt und schwer.
00:44:11: Was hast du uns denn noch schönes mitgebracht?
00:44:14: Kann man zum Thema Geschwister so was wie eine Übung machen?
00:44:21: Ja, habe ich auch ein bisschen hin und her überlegt.
00:44:23: Und das geht dann tatsächlich so ein bisschen in Richtung... also ich erzähle es euch einfach mal!
00:44:31: Also die Methode würde so gehen dass ich mir die Geschwistersinfolge aufschreibe und in der wir geboren sind.
00:44:40: Also, dass ich schreibe erstes Kind Tom dann Lisa dann Anna und dann kam Christian.
00:44:51: Und dann schreibe ich die Jahrgänge daneben, neunzehn, zweieinachtzig, vierundachtzig-neunzig so.
00:44:57: Also schreib' ich mir die Geschwisterreihenfolge auf und in die Jahre, die geboren sind.
00:45:02: Dann schrei' ich mich drei Jahre dazu, fünf Jahre, sieben Jahre, zwei Jahre wie auch immer!
00:45:08: Und dann ist der nächste Schritt folgende Sätze zu vervollständigen... Es gibt vier Sätze.
00:45:16: Der erste Satz fängt an, in meiner Familie war ich diejenige, die zweiter Satz von mir wurde erwartet, dass ich
00:45:29: Rücksicht
00:45:30: nehme.
00:45:31: Drittens meine typische Rolle war.
00:45:36: und viertens wenn es Streit gab habe ich meistens angefangen Genau, und dann gibt es noch so eine Frage zu deiner Rolle.
00:45:51: Welche Rolle habe ich mir selbst ausgesucht?
00:45:54: Also nicht nur Fremdzuschreibungen sondern ich wollte auch die sein, die zum Beispiel die Lustige war, die sensible, die verantwortungsvolle... Und was war durch diese Rolle möglich?
00:46:08: Also weil ich die besonders sensible war, durfte ich das und dass.
00:46:12: Aber gleichzeitig hat es mich auch gekostet... ...und dann noch eine letzte Frage zum Perspektivwechsel noch zu der Methode.
00:46:23: Wir würden meine Geschwister meiner Rolle beschreiben.
00:46:26: Das war ja das, was du zwischendurch sagst ist wenn wir jetzt ne Podcastfolge aufnehmen von jedem unseren Geschwisters alle die gleichen Fragen gestellt bekommen, was würden sie wohl erzählen?
00:46:37: Also und wie unterschiedlich dann das wäre.
00:46:40: Was würden die über mich erzählen und so... Das finde ich total spannend!
00:46:45: Inwiefern kann man das für seine Kinder anwenden?
00:46:51: Gute Frage!
00:46:52: Ich
00:46:53: glaube es macht ja schon Sinn auch über diese Zuschreibung zu reflektieren.
00:46:59: Also Zuschreibungen zum einen aber sicherlich dieses Rollenverständnis.
00:47:04: Also das, was du gerade gesagt hast ist Boah!
00:47:06: Was ich von der Großen alles schon abverlangt habe, da vielleicht ab und zu mal einen Schritt zurückzugehen und sagen hey vielleicht darf die jetzt auch mal wieder die Kleine sein und dass man bewusst mal anders zu machen.
00:47:20: Das finde ich eigentlich ganz schön.
00:47:22: und auch so dieses... Dadurch, dass ja unsere Jungs wirklich sehr nah beieinander sind dürfen die auch fast immer das gleiche.
00:47:30: Also was ja tatsächlich auch unfair ist, weil der eine ist halt nur mal fast zwei Jahre älter und wir haben das natürlich in so ein paar Dingen wie Taschengeld dass er bisschen mehr Taschengeld kriegt oder auch ein bisschen mehr Medienzeit wobei das dann schon wieder sehr schwer wird durchzusetzen zumal da auch wieder interessant der kleine verkraftet die Medienzeit viel besser und es gibt so dieses dieser Aussage Gleichbehandlung durch Ungleichbehandlungen.
00:48:00: Und du kannst dem Kleinen eigentlich besser mehr Medienzeit geben, weil er es besser verkraftet und im Großen tut's besser wenn das nicht hat.
00:48:09: aber das ist natürlich unter Geschwistern dann so extrem schwierig zu zu erklären.
00:48:16: also vielleicht später mal aber das checkst du natürlich nicht oder dass ist ja auch scheiß egal wenn du neun elf bist.
00:48:24: Ja, aber ich glaube das was du sagst dieses Exklusivzeiten zu ermöglichen.
00:48:31: Also bei uns gibt es dann manchmal für die großen Videoabend noch.
00:48:35: Dann separieren wir uns wirklich in einem Zimmer wo der kleine uns auch nicht so schnell findet
00:48:40: und die lag
00:48:41: dann irgendwie genau in unserem Schloss.
00:48:43: im Westflügel sind und machen die Türen zu, dann gibt es ein Schüsschen mit Chips.
00:48:53: Und wirklich dann zelebrieren wir das auch so.
00:48:56: Das ist was der kleine... Ich glaube er wird sich da zusetzen und ich glaube auch dass der weniger sensibel ist für Medien aber genau ist es noch gar nicht.
00:49:08: Der ist noch so klein, das spielt noch gar keine Rolle.
00:49:13: Genau also dieses Exklusiv-Sachenerlauben die große was da, weil sie groß ist und gleichzeitig aber auch dieses als mit das es auch so aufgefallen ist wie der kleine mehr betydelt wird.
00:49:26: Da habe ich dann auch wirklich nochmal eine Extraschippe bei der Großen drauf gelegt und gesagt okay du brauchst jetzt auch irgendwie mal nicht können oder ne?
00:49:35: Was mir dann gerade für ein Gedanke kam, ist vielleicht auch... ich weiß nicht ob das geht.
00:49:40: Aber wenn das kleinere Kind vielleicht auch mal das größere bisschen verwöhnt irgendwie, kommen wir kochen jetzt zusammen dem für das große kinden Kakao oder irgendwas so was?
00:49:50: Ach der kleine kümmert sich auch zum Teil um den großen.
00:49:53: Also das haben wir jetzt auch gemerkt müssen wir auch ein bisschen aufpassen, wenn es im Großen halt zu schlecht geht und immer mal wieder da ja so Mühe hat dass dann halt der kleine wirklich auch zurücksteckt und bewusst merkt, das ihm an.
00:50:09: Und er sagt es halt auch zum Teil ja, dann schaue ich jetzt, dass sich irgendwie selber klar komme.
00:50:13: also da muss man natürlich dann auch ein bisschen gut gucken, dass das nicht kippt.
00:50:18: aber da merk ich schon, dass er sich auch tatsächlich gut kümmert.
00:50:23: Ja,
00:50:23: und voll schön.
00:50:24: Und genau was ich immer noch sehr wertvoll finde als Eltern von gerade zwei Kindern... Ich meine das ist jetzt auch eine sehr kleine Nische!
00:50:34: Aber dieses Exklusivzeit oder ja vielleicht kann dann das andere Elternteil eben die anderen Kinder übernehmen.
00:50:41: aber wir machen halt sehr gerne auch einen Elternteil mit einem Kind was ganz alleine Das ist so cool.
00:50:49: Was für alle total entspannt ist tatsächlich!
00:50:53: Ja, das versuchen wir immer und irgendwie geht es dann doch schnell unter und das war natürlich so genial wo jetzt diese Klassenfahrt war.
00:51:02: mein Mann war auf Bergton ich war mit dem Kleinen alleine zu Hause.
00:51:08: Ich hab vielleicht noch einen kleinen Hack, was das Kleiderthema angeht.
00:51:12: Weil natürlich hat man gerade wenn man's gleiche Geschlecht hat auf dieses ... ich trage Kleider auf und dass es in vielen Familien sehr negativ besetzt also grade von unserer Generation die sich dann daran erinnern so diese, muss ihr denn die Kleide auftragen?
00:51:26: Und heutzutage kann man natürlich auch sehr günstig, sehr toll wieder neue Sachen kaufen.
00:51:33: aber wir haben mit unserem Klein den Begriff des Keller-Shoppings eingeführt.
00:51:38: Also wir haben die Kleider vom Großen, sobald sie nicht mehr passen, in Plastikboxen gepackt und im Keller gestellt.
00:51:46: Und wenn es dann soweit war, dass die dem Kleinen passen könnten, dann gibt's Keller-Shopping, da wird die Kiste rausgeholt.
00:51:53: Dann wird halt mal geschaut, das passt natürlich leider nicht immer alles aber da gibts doch vielleicht eine oder andere Hose oder ein T-Shirt was dann Keller geschoppt wird.
00:52:03: Das findet er tatsächlich ganz toll.
00:52:05: also damit ist das für ihn Glaube ich.
00:52:08: Mal schauen, wie er das dort mit dreißig sieht aber bisher sehr positiv besetzt
00:52:14: Ja und ich finde es so süß wie meine Kinder dann immer noch mit so viel Liebe eure Sachen auftragen.
00:52:21: ja wirklich sehr sehr sehr liebevoll und so ganz.
00:52:26: was Besonderes wirklich war es von den großen noch übernehmen zu dürfen.
00:52:30: alles.
00:52:32: eine frage des framings genau.
00:52:34: Man muss nur gut verkaufen können.
00:52:37: Ja, Marketing ist alles.
00:52:42: Okay wir sind die Zeit schreitet voran.
00:52:44: Hast du eine Frage?
00:52:45: Bist du dran
00:52:46: oder nicht?
00:52:46: Ich glaube ich bin dran.
00:52:49: Ich wollte dich gerne fragen was haben deine Kinder von dir?
00:53:00: Irgendwie erwischte mich kalt.
00:53:03: Also ich glaub schon auch diese Sensibilität und das Herz auf der Zunge zu tragen... dass wir sehr viel über Gefühle reden.
00:53:13: Ich glaube einfach, dass mein Mann und ich uns schon auch in vielen Aspekten einfach sehr ähnlich sind.
00:53:18: Deswegen, also ich dachte zuerst so an Bücher lesen und so.
00:53:22: aber das machen einfach wie auch unser erwachsenen Hobby.
00:53:25: Und dann ist es natürlich auch klar, dass wir das an die Kinder weitergeben.
00:53:31: Aber ich glaube einmal diese offene Art, wirklich dieses Herz auf der Zunge auch unsere große Tochter.
00:53:36: Wenn ich sehe wenn die Bock hat auf andere Kinder wie toll sie auf die zugehen kann und wie wichtig ihr dann auch Freundschaften sind.
00:53:45: Ich glaube das konnte ich schon auch ein Stück weitergeben.
00:53:48: Und der Kleine fängt jetzt auch an sich zu verabreden und verab reden zu wollen und ich glaube dass es vielleicht sowas was ich weiter geben konnte.
00:53:56: Ja
00:53:56: sehr schön!
00:53:57: Das freut mich.
00:54:00: Gut.
00:54:01: Dann haben
00:54:02: wir
00:54:02: auch wieder viel von uns erzählt, immer wieder spannend und ich freue mich auf die nächste Woche!
00:54:10: Ja, wir haben noch gar kein Thema vorbereitet ne?
00:54:13: Kriegt ihr sagen wir irgendwann bei Instagram postet?
00:54:16: Genau wie deine Überraschung!
00:54:19: Tschüss
00:54:22: ihr Lieben!
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